Symptome der Wechseljahre

Hitzewallungen, erschöpft, energielos, Stimmung schwankt, gereizt und vergesslich. Das sind nur einige der möglichen Symptom der Wechseljahre.

Die Wechseljahre sind weit mehr als einfach nur das Ende der Monatsblutung und der Beginn von ein paar Hitzewallungen. Die Wechseljahre sind eine Übergangsphase im Körper einer jeden Frau, die mit großen hormonellen Veränderungen einhergeht. Das erste und wichtigste gleich zu Anfang. Du bist völlig normal und nicht verrückt.


Die Symptome sind real

Die Symptome der Wechseljahre sind real und sie können einen großen Einfluss auf dein Leben haben. Du bist aber nicht allein damit. Jede Frau da draußen geht früher oder später durch diese Phase. Die Symptome und Erfahrungen sind für jede Frau anders. Das Einzige was bei allen Frauen gleich ist, ist das irgendwann die Monatsblutung aufhört. Und das Wichtigste vorab: alle Symptome der Wechseljahre können gemanagt werden. 

Nach drei Wochen schon wieder die Periode? Und dann sechs Wochen lang nicht? Von einem Tag auf den anderen 2,5 Kilogramm zugenommen – am Salatbuffet? Erstmalig Pickel im Leben? Und dann diese Schlafstörungen und plötzlich – einmalig für drei Monate – ungehemmte Lust auf Sex, um kurz danach wieder in den Pyjama- und Kuschelmodus zu wechseln? Die Symptome variieren abhängig davon, welches Hormon gerade zu hoch oder zu niedrig ist und was sonst noch im Körper und vor allem im Leben vor sich geht. Hinzu kommt, dass es von Frau zu Frau ganz unterschiedlich ist. Einige bemerken während der Wechseljahre kaum Veränderungen, andere leiden heftig unter unterschiedlichsten Symptomen.  

Je nachdem in welcher Phase der Wechseljahre wir sind - also ob frühe oder späte Peri-Menopause, Menopause oder Post-Menopause - desto unterschiedlich sind, aufgrund der jeweiligen Hormon-Situation, die möglichen Symptome. Denk daran, Symptome können, müssen aber nicht auftreten. Und jede Frau erlebt andere Symptome und nimmt sie zudem anders wahr.

Tiefer ins Thema eintauchen:

Symptome in der Peri-Menopause

In der Peri-Menopause sind die primär vorherrschenden Symptome meist Energielosigkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Interessanterweise sind das Symptome, die die wenigsten von uns mit den Wechseljahren in Verbindung bringen. Dazu kommen Symptome wie verstärkte prämenstruelle, auch als PMS bekannte, Beschwerden wie Krämpfe, Brustspannen oder empfindsame Brüste oder Migräne. Auch der Verlust der Libido - also keine Lust auf Sex, eine unregelmäßige Periode, emotionale Probleme wie, Depressionen, Angstzustände, Traurigkeit und Reizbarkeit gehören dazu. Ängste und nächtliches Gedankenkarussell stören den erholsamen Schlaf und lassen uns nachts stundenlang wach liegen.

FRÜHE PERI-MENOPAUSE - besonders häufige Symptome

  • Unregelmäßige Periode, stärkere Menstruation, kürzerer Zyklus
  • Stärkere PMS Symptome: Brüste empfindlicher, Krämpfe, Kopfschmerzen, wackliges Nervenkostüm
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit, energielos
  • Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen
  • Nachtschweiß
  • Unerklärbare Gewichtszunahme
  • Libido-Verlust keine Lust auf Sex
  • Hautirritationen, Allergien
  • Schilddrüsenprobleme oder Autoimmunstörungen
  • Verdauungsprobleme

Bei vielen Frauen erst in der etwas fortgeschrittenen Phase der Perimenopause - bei einigen schon ganz zu Anfang, kommen Hitzewallungen und Nachtschweiß hinzu. Anzeichen, dass das Thermostat System, als der natürliche Wärmeregler in unserem Körper durcheinander kommt. Hitzewallungen können von wenigen Sekunden bis mehrere Minuten andauern. Sie können selten auftreten oder aber auch mehrmals täglich. Nachtschweiß, die nächtliche Version der Hitzewallungen, lässt uns nachts schweißgebadet aufwachen und wirkt sich besonders negativ auf unser Schlafverhalten aus. Er führt zu Problemen beim Durchschlafen und lässt uns früh aufwachen. Auch plötzlich auftretende Allergien, Unverträglichkeiten, Hautirritationen, Verdauungsprobleme und das brennende Zunge Syndrom, können in den hormonellen Veränderungen ihre - zum Glück meist nur temporäre - Ursache haben.

SPÄTE PERI-MENOPAUSE - besonders häufige Symptome

Neben den zuvor genannten, können diese neuen Symptome hinzukommen:

  • Hitzewallungen
  • Herzrasen oder Innere Unruhe - oft einhergehend mit Hitzewallungen
  • Gehirnnebel - „Brain Fog“: Gedächtnis, Fokus, Konzentration spielen verrückt
  • Scheidentrockenheit
  • Schmerzen beim Sex
  • Depressionen, Ängste
  • Blasenentzündungen
  • Periode bleibt für längere Zeitraum aus und / oder kommt für eine längere Zeit durchgehend
  • Gelenkschmerzen


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Symptome in der Menopause

In der Menopause - also grob die Zeit rund das Jahr, in dem du deine letzten Perioden hast - kommen neue Symptome hinzu bzw. die Symptome verändern sich. Typische Symptome sind jetzt Scheidentrockenheit, Probleme mit dem Beckenboden wie Blasenschwäche oder auch Blasensenkungen, Veränderungen an Haaren und Haut, Gewichtsveränderung und eine Veränderung der Fettverteilung -  sprich es bildet sich die sogenannte Meno-Mitte. Das Körperfett sammelt sich mit Vorliebe neuerdings vor allem an Bauch und Hüfte.

Da das jetzt stärker sinkende Östrogen auch ein wichtiger Regulator für unser Gehirn ist, macht sich Östrogen-Verlust auch durch Probleme mit dem Konzentrationsvermögen, Erinnerung, Wortfindung, klarem Denken und Fokus bemerkbar. Aber keine Angst, das ist temporär, bis sich das Gehirn an die neue Hormonsituation angepasst hat!

Einige Frauen klagen zudem über Muskel- und Gelenkschmerzen, Herzrasen, Kribbeln in den Fingern ebenso über “unruhige Beine” - das Restless-Leg-Syndrom.

MENOPAUSE - besonders häufige Symptome

Symptome in der Post-Menopause

In der Postmenopause, haben die meisten Probleme ihre Ursache im nun dauerhaft niedrigen Östrogenspiegel. Dieser wirkt vor allem auf die Elastizität von Haut, Haaren, Blutgefäßen, Knochen und Muskeln aus. Es verändert sich auch der ph-Wert der Vagina. Die Bakterienvielfalt im vaginalen Mikrobiom nimmt ab. Dafür hören einige der Symptome wie zum Beispiel Hitzewallungen und Nachtschweiß jetzt oft auf. Ebenso natürlich alle zyklusbedingten Beschwerden wie PMS-typische Migräne, Krämpfe, Brustspannen oder auch die Stimmungsschwankungen und die unberechenbare Reizbarkeit. 

In der Postmenopause kommt der Selbstfürsorge jetzt ein besonders große Rolle zu, um gesund zu Altern und Themen wie Osteoporose, Alzheimer, Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall aber auch sozialer Isolation und Alters-Einsamkeit vorzubeugen.

Zu guter letzt: Nur weil ein Symptom nicht erwähnt wurde, heißt das nicht, dass es nicht auch mit den Wechseljahren zutun haben kann.

POST-MENOPAUSE - besonders häufige Symptome:

  • Niedrige Östrogen erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Knochenschwund (Osteopenie, Osteoporose), Demenz und andere altersbedingte Krankheiten
  • Symptome wie Hitzewallungen können andauern, abnehmen oder verschwinden
  • Neue Symptome können hinzukommen oder sich verstärken wie die Scheidentrockenheit oder vaginale Infektionen aufgrund der Veränderung des vaginalen pH-Wertes und Vaginalen Mikrobioms.

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Ja, das war jetzt eine ziemlich lange Liste. Während der Wechseljahre ist eben ganz schön was los in unseren Körper. Aber keine Angst, nicht alle dieser Symptome müssen auftreten, und nicht alle Symptome der Wechseljahre kommen in einer solchen Stärke, dass sie dich negativ beeinflussen.

Die Wechseljahres-Symptome variieren in Auftreten, Stärke, Zeitpunkt und Dauer. 70-80% der Frauen leiden mehr oder weniger stark unter Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, Scheidentrockenheit. Grobe Schätzungen besagen: circa 1/3 der Frauen spürt keinerlei Symptome, 1/3 der Frauen hat mittlere Symptome, 1/3 hat starke Symptome.

Und glücklicherweise kannst du mit einfachen Mitteln wie Änderungen deiner Ernährung oder deines Lebensstils eine ganze Menge gegen jedes einzelne der Symptome tun. Denke auch daran, dass die Art wie wir auf Dinge blicken, die Art wie wir sie erleben stark beeinflussen kann. Eine positive Einstellung zu den Veränderungen der Wechseljahre und dem damit verbundenen Altern macht vieles leichter und weniger belastend! Eine positive Sichtweise lindert vieles!

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Evidenzbasiert: Unsere Quellen

Unsere Informationen basieren auf Studien und Wissenschaft. Und falls du selbst mal genauer nachlesen willst, sind hier unsere relevantesten Quellen.

Clinical manifestations and diagnosis of menopauseUpToDate
Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10: addressing the unfinished agenda of staging reproductive agingMenopause. Author manuscript; available in PMC 2013 Apr 1.
Endocrine features of menstrual cycles in middle and late reproductive age and the menopausal transition classified according to the Staging of Reproductive Aging Workshop (STRAW) staging system.J Clin Endocrinol Metab. 2007 Aug;92(8):3060-7. Epub 2007 Jun 5.
A new model of reproductive aging: the decline in ovarian non-growing follicle number from birth to menopauseHuman Reproduction, Volume 23, Issue 3, March 2008, Pages 699–708
Perimenopause: The Complex Endocrinology of the Menopausal TransitionEndocrine Reviews, Volume 19, Issue 4, 1 August 1998, Pages 397–428
How can I Tell I am in Perimenopause?www.cemcor.ca
A prospective population-based study of menopausal symptoms.Obstet Gynecol. 2000 Sep;96(3):351-8.
Management of Menopause-Related SymptomsNIH State-of-the-Science Conference March 21-23, 2005
Progesterone for Symptomatic Perimenopause Treatment – Progesterone politics, physiology and potential for perimenopauseFacts Views Vis Obgyn. 2011; 3(2): 109–120.

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