Warum gibt es so viele Missverständnisse zur Menopause?

Wir hatten es vermutet, unsere erste Umfrage 2019 bestätigte es: Die Perimenopause ist weitgehend unbekannt.

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Genauso wie der Fakt, dass schlechterer Schlaf und schwankende Stimmung mit Anfang 40 bereits etwas mit den Wechseljahren zu tun haben können. Ja, so früh, auch schon früher, für Einige mit Mitte 30. Mittlerweile sind unsere Daten noch fundierter. Zehntausende Frauen die den XbyX Check machten und das Feedback unserer aktiven Community und ProAge-Botschafterinnen bekräftigen die Vermutung:

Die Perimenopause ist nahezu unbekannt und zu oft werden wechseljahresbedingte Veränderungen mit “Dafür sind Sie noch zu jung” abgetan. Mit dem traurigen Ergebnis, dass Frauen sich allein gelassen fühlen, denken, dass sie den Verstand verlieren und sie sich das vielleicht alles nur einbilden. Völlig unnötig!

Warum wissen wir bisher so wenig vor allem über die Perimenopause? Weil die Forschung jahrelang schlief und nur wenige Menopause-Studien jüngere Frauen berücksichtigten. Kein Wunder, dass die Perimenopause “durchrutschte”... 

Werfen wir darum etwas Licht auf drei große Missverständnisse rund um die (Peri)-Menopause:


Missverständnis #1: Wer nicht forscht – der nichts erfährt

Moin, geschlechtsspezifische Medizin, endlich ausgeschlafen? An oberster Stelle der Missverständnisse: Es hat einfach niemand dazu geforscht. Um Veränderungen im Körper zu verstehen, muss man diese über einen längeren Zeitraum begleiten, vergleichen – eben erforschen. Nun gab es vor 1990 kaum frauenspezifische Forschung. Schwer vorstellbar, aber erst seit 1991 ist das Thema “Women's Health” auf der Agenda des amerikanischen National Institute of Health. Aussagekräftige Langzeitstudien gibt es daher kaum. 

Unklar war auch, welcher Alterszeitraum zu den Wechseljahren erforscht werden sollte. Nur wenige der existierenden Studien inkludierten Frauen ab 35 Jahren oder jünger. Die meisten Studien begannen mit Frauen ab 45 Jahren, der Studien-Schwerpunkt lag so eher auf der fortgeschrittenen Wechseljahres-Phase rund um die Menopause, die finale Blutung. Nur wenig wurde bisher zur frühen Perimenopause geforscht.

Hinzu kam: Je länger medizinische Langzeit-Studien dauern, desto teurer sind sie. Also fing man im Alter um die 50 herum an, wo man die Wechseljahre so ungefähr “vermutete” … 

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Missverständnis #2: Wenn die Annahmen falsch sind

2001 wurde ein Studien-Konzept namens Staging Reproductive Aging Workshop (STRAW) erstellt, das die einzelnen Phasen der Fruchtbarkeit der Frau von Pubertät (Menarche) bis Postmenopause unterteilt. STRAW “definiert”, das man sich erst ab einer Schwankung von +/- 7 Tagen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Perioden – also 30 Tage und dann 23 Tage – für die Perimenopause "qualifiziert".

Ein Grund, warum viele Ärzte die Änderungen jüngerer Frauen bei Schlaf und Stimmung nicht mit den Wechseljahren in Verbindung bringen. Schließlich haben wir mit Anfang / Mitte 40 ja meist recht regelmäßig unsere Periode. Wir wissen heute: Auch wenn die Periode noch regelmäßig kommt, starten bereits hormonelle Veränderungen und damit erste, oft subtile, Symptome!

In STRAW heißt die Phase vor dem Übergang in die Wechseljahre “Spätes Reproduktionsstadium” (Late Reproductive Stage, kurz LRS). Und diese wurde bisher nur wenig hinsichtlich hormoneller Änderungen und deren Auswirkungen untersucht. Wohl auch, so die Schlussfolgerung des Teams von “Women Living Better”, weil sich die Late Reproductive Stage-Forschung durch die immer später gebärenden Frauen eher auf die Fruchtbarkeit konzentriert – nicht auf erste Auswirkungen der beginnenden Wechseljahre. Also noch viel zu tun und zu erforschen!

"Study of the LRS has not been systematic and the limited number and scope of completed studies have yet to contribute a clear and complete picture of the LRS." (3)

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Missverständnis #3: Fokus auf das Östrogen

Assoziiert werden die Wechseljahre zudem primär mit dem sinkenden Östrogen. Weniger bekannt ist, dass zuerst, mit der Perimenopause, also dem Beginn der Wechseljahre, das Hormon Progesteron zurückgeht. Ursache der meisten Beschwerden in dieser frühen Phase der Wechseljahre ist damit nicht ein Östrogenmangel, sondern wilde hormonelle Turbulenzen – permanente Schwankungen, zu wenig Progesteron, verbunden mit Östrogendominanz, einem Überschuss an Östrogen.

Wie kam es dazu? 1966 veröffentlichte der Gynäkologe Robert Wilson sein Bestseller-Buch mit dem Titel “Feminine Forever”. Sexistisch bis ins letzte Wort: Ohne Östrogen seien Frauen dazu verdammt, als "sexuelle Kastraten" zu leben, der Östrogenschwund sei ein "ernste, schmerzhafte und oft lähmende Krankheit" und diese “unnatürliche Menopause könne und solle geheilt werden". Mit Östrogen könnten sich Frauen auf ewige Jugend und Attraktivität freuen – womit Wilson den Boom der Östrogen-Hormonersatztherapie startete.

Das Östrogen und vor allem der Östrogenverlust stand so jahrelang im Scheinwerferlicht der Wechseljahre. Das ebenso wichtige Progesteron, unser Wohlfühl- und Kuschelhormon führte – völlig unberechtigt – ein Schattendasein. Begebt euch hier auf eine kleine Zeitreise in die Welt der Hormonersatztherapie.

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Was lernen wir daraus? 

Die Forschung zur Menopause ist noch recht jung und noch nicht wahnsinnig umfassend. Das existierende Wissen, was führende Forscherinnen wie Dr. Jerilynn Prior, Dr. Nancy Woods und Dr. Nanette Santorou zusammengetragen haben, ist noch nicht sehr weit verbreitet. Lasst uns das ändern, lasst uns kommunizieren und wachrütteln!


"Was passiert mit mir, verliere ich den Verstand?" 

Aus unserer Erfahrung mit XbyX wissen wir: Das Schlimmste an der Perimenopause ist für die meisten Frauen, dass sie nicht wissen was sie erwartet. Die Zeit der Perimenopause kann verwirrend sein, vieles ist unzulänglich bekannt. Und nicht jede Frau hat das Glück, einen guten Arzt an ihrer Seite zu wissen, der sie und ihren “Zustand” versteht.

Viele Frauen erkennen erst im Rückblick, Jahre später, woher ihre Symptome kamen. Und vielen von ihnen hätte schon das Wissen, dass sie nicht allein sind, extrem geholfen und einen großen Unterschied dabei gemacht, besser mit ihren Wechseljahren umzugehen.


Wisst ihr was absolut traumhaft wäre? 

Nein, ehrlich gesagt nicht traumhaft oder wünschenswert, sondern absolut notwendig: 

Die Aufklärung und Beratung über die Perimenopause muss bereits mit Mitte 30 starten, da viele Symptome schon ab 35 Jahren beginnen können. Genau dann, wenn noch viele fruchtbare Jahre vor uns liegen. Hormonänderungen, Wechseljahressymptome, Fruchtbarkeit & Schwangerschaft schließen sich nicht aus! 

Spätestens mit Anfang 40 muss jede Frau über die Perimenopause Bescheid wissen. Wann sie startet und was sich in der Zeit im Körper verändert. Kennt eine Frau mögliche Symptome und kann diese zuordnen, dann reduziert dies ihr Unbehagen und unnötige Ängste um ein Vielfaches. 

Hilf uns dabei das Wissen zu verbreiten – sie Teil unserer Mission! Wie? Teile den XbyX Check mit Freundinnen und Bekannten und lade sie ein, sich mit News auf Instagram, Youtube und im Newsletter auf dem Laufenden zu halten. 

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