Die Wechseljahre

Das 1x1 der Wechseljahre. Alles Wissenswerte zu den Wechseljahren, übersichtlich in unserem Guide.  

1x1 der Wechseljahre

1x1 der Wechseljahre

Um gut durch die Wechseljahre zu kommen, ist es wichtig, zu verstehen was im Körper passiert. Dies möchten wir dir in dem übersichtlichen 1x1 der Wechseljahre erklären. 

Was genau sind die Wechseljahre und welche Veränderungen bringen sie mit sich? Was passiert in unserem Körper während dieser Zeit? Und wie erkenne ich, dass ich den Wechseljahren bin? Was sind erste Anzeichen der Wechseljahre?

Je mehr du weisst, desto besser bist du vorbereitet und desto mehr kannst du selber für dein Wohlbefinden tun.


Was sind die Wechseljahre

Wenn wir an die Wechseljahre denken, denken wir meist an die letzte Monatsblutung und erste Hitzewallungen. Von vielen Dingen denken wir nicht im Traum daran, dass auch das die Wechseljahre sind. Die Wechseljahre sind ein Zeitraum, der deutlich länger geht und der schon viele Jahre vor dem finalen Ausbleiben der Periode beginnt. Sprich, die Wechseljahre kommen nicht über Nacht. Genau wie die Pubertät sind sie ein allmählicher Prozess, der sich über viele Jahre – ja sogar Jahrzehnte hinzieht. 


Alles ist endlich – auch die Eizellen

So lange Eizellen da sind, haben Frauen einen Zyklus. Sind alle aufgebraucht, beginnt die Menopause. So einfach ist das. Doch Schritt für Schritt:

  • Jedes Mädchen ist bei seiner Geburt im Besitz von ca. 1.000.000 Eizellen.
  • Schon bei der ersten Menstruation hat es nur noch 500.000 – verschwenderische Kindheit: zwischen Geburt und Pubertät reduzieren sich die Eizellen um die Hälfte!
  • Frühe Perimenopause: noch ca. 50.000 - 25.000 Eizellen
  • Späte Perimenopause: noch ca. 10.000 Eizellen
  • Post-Menopause: Eizellen = 0

Die Wechseljahre sind also der Zeitraum, in dem unser Eizellenvorrat zur Neige geht. Und in dessen Folge sich die Sexual-Hormone der Frau langsam umstellen. Und diese Hormonumstellung startet mit der Perimenopause und

Übrigens: Dein Arzt kann einen Anti-Müller-Hormon Blut-Test durchführen. Der Wert ist ein Indikator für die noch vorhandenen Eizellen. Er sagt aber nichts über deren Qualität oder den Zeitraum bis zur Menopause aus.

beginn der wechseljahre

Der Beginn der Wechseljahre

Von einst einer Million Eizellen sind gerade noch circa 50.000 Eizellen da. Im Vergleich: Aus der Großstadt Köln wurde die mittelgroße Stadt Goslar – bildlich gesprochen. Klar, dass dieser Bevölkerungsschwund Auswirkungen hat. Wer braucht noch die ganze Infrastruktur einer Millionenstadt, wenn nur noch 50.000 da sind?

Und damit ist logisch, dass der zu Neige gehende Eizellenvorrat spürbare Auswirkungen auf das fein balancierte monatliche Gleichgewicht der Hormone hat. Durch die weniger werdenden monatlichen Follikel kommt es zu – mehr oder weniger stark spürbaren – ersten Symptomen.

Ändern sich hormonelle Muster, beginnt die sogenannte Perimenopause. Dieser Begriff ist vielen – auch im medizinischen Bereich – nicht geläufig. Peri kommt aus dem Griechischen. Und bedeutet „‚um – herum‘, ‚ringsum‘, ‚um‘, ‚gegen‘, ‚über – hinaus‘,“. Typischerweise beginnt die Perimenopause Anfang / Mitte vierzig und dauert vier bis sechs Jahre. Sie kann auch bereits in den späten Dreißigern beginnen und bis zu 15 Jahre dauern. Der Artikel Ab wann startet die Perimenopause? liefert dir weitere Details.

Die Menopause kommt nicht über Nacht. Oder – um im Köln/Goslar Bild zu bleiben – schwindende Einwohner verändern die Städte. Und damit auch die Infrastruktur. Wenn von einer Million Einwohner nur noch 50.000 übrig sind, verändern sich auch die Jobs und die Anzahl der Paketboten. Also die Hormone. Genau wie in der Pubertät ist das ein allmählicher Prozess. Über die Jahre ändert sich so langsam der ganze Hormon-Haushalt.

Wer die Periode genau dokumentiert – z.B. mittels einer Zyklus App oder eines Tagebuches – bemerkt das eher. Die Periode der Frau ist übrigens ein wichtiges Vitalzeichen!

wechseljahre phasen

Die Phasen der Wechseljahre

Perimenopause, Menopause und Post-Menopause - das sind grob die drei Phasen der Wechseljahre. Jede Phase unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Hormonkonstellation. Der Begriff Wechseljahre umfasst übrigens alle Phasen - den gesamten Zeitraum der Hormon-Umstellung. Denn die Wechseljahre kommen nicht über Nacht und genauso wenig gehen sie. Sie markieren eine Übergangsphase, die sich über Jahre, gar über Jahrzehnte hinzieht.

Es ist sinnvoll die verschiedenen Phasen der Wechseljahre zu kennen und zu verstehen, was jeweils in ihnen passiert. Denn jede der Phasen ist mit anderen Wechseljahres-Symptomen verbunden. Und um ein besseres Gefühl für deinen Körper und deine Symptome zu entwicklen, ist es natürlich sehr wichtig zu wissen, in welcher Phase du überhaupt bist.


1. Phase: Perimenopause

Es wird zwischen einer frühen und einer späten Phase der Perimenopause unterschieden:

Die frühe Perimenopause beginnt mit Anfang bis Mitte 40 - kann aber schon mit Mitte - Ende 30 losgehen.

  • Die Periode kommt anfangs noch regelmäßig
  • jedoch über die Zeit: verkürzt sich das Zyklus-Intervall um 1-2 Tage
  • und es verkürzt sich die Zykluslänge

Die späte Perimenopause beginnt mit Mitte - Ende 40

  • die Periode kommt jetzt unregelmäßiger, bleibt ab und an aus:
  • teilweise schwerere oder leichtere Perioden als normalerweise
  • und das Zyklus-Intervall verkürzt sich mehr

Die Perimenopause ist die erste Phase dieser Veränderung und startet bei manchen Frauen schon mit Mitte 30 - bei dem Großteil zwischen Anfang und Mitte 40. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Perimenopause 4-10 Jahre vor der Menopause beginnt. In der Perimenopause werden die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron nicht mehr mit der gleichen Regelmäßigkeit von den Eierstöcken produziert, wie in dem regelmäßigen monatlichen Zyklus-Rhythmus der reproduktiven Jahre.

Die Anzahl der Eizellen nimmt ab, und der Körper gibt sie weniger regelmäßig ab. Wie du dir vorstellen kannst, bringt das starke Schwankungen aller Hormone mit sich. Der monatliche Zyklus kann sich verkürzen, ein paar Monate ausbleiben, die Blutung kann stärker werden.

Oft wird die Perimenopause von einer Östrogen-Dominanz begleitet. Das Hormon Östrogen ist jetzt teils höher als in den Jahren davor. Die Perimenopause kann 4 bis 10 Jahre dauern. In den letzten 1-2 Jahren der Perimenopause sinkt dann langsam und final das Östrogen, was neue, andere Symptome mit sich bringt.

Generell ist die Perimenopause eine völlig unberechenbare Phase. Alles ist möglich, alles kann sich von heute auf morgen ändern. Besonders die Hormon-Spiegel der vier maßgeblichen beteiligten weiblichen Sexualhormone Östrogen, Progesteron, das Follikel stimulierendes Hormon - kurz FSH und das Luteinisierendes Hormon - kurz LH.

Diese Unberechenbarkeit ist auch der Grund, warum Hormontests in der Perimenopause nur bedingt aussagekräftig sind. Ein Hormon-Test während der Perimenopause ist immer nur eine Momentaufnahme, schon kurze Zeit später kann das Hormon-Niveau wieder ganz anders aussehen. Hormontests eignen sich daher in dieser Zeit nicht, um die Phase der Wechseljahre genau zu bestimmen. In bestimmten Fällen können Hormontests-Sinn machen, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Einsatz von Hormontherapie oder um andere Erkrankungen, wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion, auszuschließen. Ein guter Arzt wird dabei diese Schwankungen berücksichtigen, entsprechend vielfältig testen und die Ergebnisse immer in den Kontext deiner Symptome setzen. Um dies zu erleichtern, solltest du deine Symptome und deinen Zyklus genau dokumentieren. 


2. Phase: Menopause

Die Phase der Menopause - markiert den Zeitraum der finalen Periode.

  • Die Periode bleibt für 12 Monate in Folge aus
  • Aber Achtung: Eine Schwangerschaft ist jetzt teils immer noch möglich

Hatte eine Frau 12 Monate in Folge - also ein ganzes Jahr lang - keine Periode, spricht man rückwirkend von der Menopause. Es ist der Tag der letzten Monatsblutung und das Durchschnittsalter hierfür liegt bei 52 Jahren. Die Menopause dauert streng gesehen also nur einen Tag. Sie markiert den Übergang von der Perimenopause in die darauffolgende Post-Menopause.


3. Phase: Postmenopause

Die Postmenopause beginnt, nachdem 12 Monate in Folge keine Periode mehr auftrat und hält für den Rest des Lebens an.

  • Es gibt jetzt keine Periode und keinen Eisprung mehr
  • eine Schwangerschaft ist jetzt unmöglich
  • die Verhütung mit dem Ziel der Prävention sexueller Krankheiten weiterhin nötig!

Die Postmenopause dauert dann für den Rest des Lebens einer Frau an. In der Postmenopause sind die beiden Hormone Östrogen und Progesteron dauerhaft niedrig. 

Es ist wichtig zu wissen, dass wir während der gesamten Perimenopause, also bis zu dem Zeitpunkt wo eine Frau in die Post-Menopause kommt, noch schwanger werden können. Schwangerschaftsverhütung ist bis dahin also unbedingt ein Thema. Kondome bleiben danach - in der Postmenopause - natürlich auch ein wichtiges Thema. Aber dann nur noch mit dem Zweck, sexuell übertragbare Krankheiten zu vermeiden.

Ist eine Frau in der Postmenopause angekommen, sind Schwangerschaften nicht mehr möglich. Die Postmenopause ist jetzt die neue Normalität deines Körpers. Östrogen sowie Progesteron sind auf dauerhaft niedrigem Niveau. Die beiden anderen Hormone FSH und LH sind konsequenterweise dauerhaft erhöht. Das neu eingespielte Hormon-Level ist nun ohne nennenswerte Schwankungen. Der Körper passt sich mehr und mehr an die neue Hormon-Situation an, die Wechseljahres-Symptome reduzieren sich bzw. verschwinden ganz. Jetzt liefert auch ein Hormontest ein klares Ergebnis - aber wenn 12 Monate in Folge keine Periode mehr kam, weiß man eigentlich auch selber, dass jetzt die Post-Menopause an der Reihe ist. 

Spätestens ab der Postmenopause werden Prävention und gesunde Lebensweise wichtiger als je zuvor. Denn in den Jahren davor schützte uns vor allem das Hormon Östrogen verstärkt vor verschiedenen Erkrankungen. Da Östrogen nun dauerhaft reduziert ist, steigt das Risiko von Herzerkrankungen, Osteoporose, Alzheimer, Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten und verschiedenen Krebsarten an. Achte jetzt noch mehr auf eine gesunde Lebensweise und nutze regelmäßig die angebotenen ärztlichen Vorsorge-Untersuchungen.

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Die Dauer der Wechseljahre

Wie lang dauern nun die Wechseljahre? Die Frage ist schwer zu beantworten - ist die Antwort doch für jede Frau so anders. und es hängt auch immer davon ab, was man denn nun als "Wechseljahre" definiert: Die 4-10 Jahre, die die Perimenopause dauern kann. Die 12 Monate ohne Periode, die dann mit der Menopause enden. Die ersten 1-2 Jahre der Postmenopause in der sich die Hormone noch einpendeln. Oder man betrachtet den Zeitraum, in dem Frauen Symptome verspüren. Und die können, auch das wieder ganz individuell von Frau zu Frau - ja weit in das Alter von 10 Jahren reichen.

Im Schnitt kann die Dauer der Wechseljahre von 10 bis 20 Jahre reichen. Es ist schwer sie exakt festzulegen.

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Die Hormone in den Wechseljahren

In den Wechseljahren stellen sich die Hormone erneut um. Welches Hormon fehlt in den Wechseljahren? Was passiert mit Östrogen in den Wechseljahren? Und was mit Progesteron?

Der Körper justiert sich in den Wechseljahren neu. Es beginnt eine Art zweite Pubertät. Ach du Schreck. Wieder eine Baustelle. Wie war das denn noch einmal?


Ein kurzer Rückblick auf die Pubertät #1:

Pickel, Akne, großes Schlaf-Bedürfnis, man war launisch, roch auf einmal anders, dann die Periode – aber die ersten Jahre war sie oft super unregelmäßig (dafür hattest du womöglich regelmäßige Panik-Attacken und Schwangerschaftstest). Verlieben, Entlieben, Unsicherheit in Bezug auf den eigenen Körper. Oh je. Erinnerst du dich?

In den Wechseljahren erleben wir erneut Veränderungen. Oder eher ein erratisches Chaos...

Und nun wieder: Baustelle. Adieu monatliche Regelmäßigkeit. Die folgende Grafik zeigt das ganze Hormon-Chaos der Perimenopause:

Hormon Veränderungen in der Perimenopause

Veränderungen in Hormon-Spiegel Mustern über 6 Monate // Changes in Hormone Level patterns over Six Months // Grafik basierend auf Daten von Dr. Nanette Santoro, adaptiert von Harvard Women’s Health Watch, 1999

Das wundert doch niemanden wirklich, dass man das spürt, oder? Was machen die Hormone der Frau im Detail in den jeweiligen Phasen der Wechseljahre?


Die Hormone in der frühen Perimenopause

  • Unregelmäßiger Östrogenspiegel (höhere Ausschläge)
  • Niedrigerer Progesteron-Spiegel
  • In Folge: Östrogen-Dominanz (zu viel Östrogen)
  • FSH variiert und LH steigt langsam an

Die Hormone in der späten Perimenopause & Menopause

  • Östrogenspiegel sinkt zunehmend, teils noch unregelmäßig und hoch
  • Progesteron nimmt weiter ab, da Eisprung immer öfter ausbleibt
  • FSH und LH steigen an

Die Hormone in der Postmenopause

  • Östrogenspiegel ist dauerhaft niedrig
  • Progesteron ist dauerhaft niedrig
  • FSH und LH dauerhaft erhöht
  • Nur noch leichte Hormon-Schwankungen

passiert körper wechseljahre

Was passiert im Körper in den Wechseljahren?

Die Wechseljahre starten, wenn sich die Hormonspiegel in unserem Körper langsam verändern. Wenn wir geboren werden, haben unsere Eierstöcke schon die feste Anzahl an Eizellen. Im Laufe unseres Lebens brauchen wir diesen Vorrat an Eizellen Monat für Monat auf. Bis er gegen Beginn der Menopause langsam zu Neige geht. 

Haben wir bei der Geburt circa 1 Million Eizellen, sind es bei der ersten Menstruation nur noch eine halbe Million und mit Beginn der ersten frühen Phase der Wechseljahre noch ungefähr 50.000 Eizellen. Das sind natürlich nur Durchschnittswerte. Einige von uns werden mit mehr Eizellen geboren, andere mit weniger.


Die Pubertät setzt die Hormone in Schwung

Mit dem Beginn der Pubertät fangen die Eierstöcke an, die beiden Sexualhormone Östrogen und Progesteron freizusetzen und der monatliche Zyklus startet. Während der monatlichen Periode wird durch die Hormone der Eisprung ausgelöst, die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut und die Periode ausgelöst. 

Vier Wochen, die sich immer und immer wiederholen, ungefähr alle 28 Tage. Monatlich folgt unser Zyklus einem Muster. Nicht immer gleich, aber ähnlich. Zumindest zwischen dem 13. und dem 52. Lebensjahr. Denn mit 13 bekommen die meisten Frauen im Schnitt zum ersten Mal ihre Periode. Mit 52 die meisten im Durchschnitt zum letzten Mal.


Schluß mit dem Zyklus

Nach ungefähr 30 Jahren mehr oder weniger regelmäßiger monatlicher Zyklen, geht der mit der Geburt mitgegebene Eizellenvorrat langsam aber merklich zur Neige. Das geschieht bei uns meist im Alter von Anfang bis Mitte 40. Und dies hat zur Folge, dass sich die Hormone nicht mehr im monatlichen Gleichklang ändern, sondern, dass sich die gewohnten hormonellen Muster ändern. Die Eizellen und der gesamte Körper nähern sich dem Ende der reproduktiven Phase. Kurz: Der Körper bereitet sich darauf vor, keine Babys mehr zu produzieren. 

Dies führt zu ersten – mehr oder weniger spürbaren – Symptomen und lässt auch den Zyklus unregelmäßiger werden. Die ersten Anzeichen sind subtil, man würde sie nicht zwangsläufig mit den Wechseljahren in Verbindung bringen. Was häufig zu Verunsicherung - sind auch das die Wechseljahre? - führt. Stärkere prämenstruelle Symptome (kurz PMS), wie Migräne, Brustspannen und Krämpfe, dazu stärkere Stimmungsschwankungen und erhöhte Reizbarkeit, Energielosigkeit, bis hin zu Konzentrationsproblemen und Erinnerungslücken.

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körper wechseljahre

Die Symptome der Wechseljahre

Die Symptome variieren abhängig davon, welches Hormon gerade zu hoch oder zu niedrig ist und was sonst noch im Körper und vor allem im Leben vor sich geht. Hinzu kommt, dass es von Frau zu Frau ganz unterschiedlich ist. Gene, Lifestyle (vor allem Ernährung, Gewicht, Rauchen) oder anderes – genau weiß man es (noch) nicht.

Mit Beginn der Perimenopause wirst du verstärkt neue Reaktionen deines Körpers spüren. Einige lassen sich den Hormonschwankungen der Perimenopause zuschreiben – Stichwort vor allem: Östrogen-Dominanz. Im Verlauf der verschiedenen Phasen der Wechseljahre kommen neue Symptome hinzu, andere verschwinden dafür.

Ungefähr 2 Jahre nach der letzten Menstruationsblutung - der Menopause - stabilisieren sich die Hormonwerte. Oder anders gesagt: Die hormonelle Hurrikane-Saison ist vorbei. Es herrscht mildes, gleichmäßiges Klima. Östrogen sowie auch Progesteron sind auf dauerhaft niedrigem Niveau. FSH und LH sind konsequenterweise dauerhaft erhöht. Das neu eingespielte Hormon-Level ist nun ohne nennenswerte Schwankungen. Alles in Butter – könnte man meinen.

Aber ganz so ist es dann auch nicht. Symptome ändern sich. Oft sind die Ursachen von Beschwerden in der Post-Menopause nun dem dauerhaft niedrigen Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron geschuldet. Für die Perimenopause typische Symptome sind verschwunden.

Wieder andere Symptome, die wir ab unserer Lebensmitte erleben, sind schlicht altersbedingt. Beispielsweise durch sich ändernde Prozesse im Stoffwechsel:

“Es kann schwierig sein, die hormonell bedingten Symptome der Perimenopause von den generellen Veränderungen des Alters oder veränderten Lebensumständen zu unterscheiden — Kinder ziehen aus, Beziehungen verändern sich, die Karriere verändert sich, Eltern werden krank oder versterben. Im breiten Spektrum dieser Zeit der Perimenopause ist es unwahrscheinlich, dass Symptome allein auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen sind.” (aus dem Englischen)

Informiere dich weiter im Detail zu den einzelnen Symptomen der Wechseljahre.

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Test für die Wechseljahre 

Wie erkenne ich, dass ich in den Wechseljahren bin? Es gibt leider in der Perimenopause, in der ja die Hormone stark schwanken, keine wirklich 100% zuverlässige Test-Methode. Hormontests in der Perimenopause sind nur bedingt aussagekräftig. Ein Hormon-Test während der Perimenopause ist nur eine Momentaufnahme, schon kurze Zeit später kann das Hormon-Niveau wieder ganz anders aussehen.

In der Post-Menopause sind Hormontests dann oft eindeutig, da die Hormone dann dauerhaft niedrig sind. Dann ist einem aber meist auch schon klar, dass man in den Wechseljahren ist. Die Periode ist schon mehr als 12 Monate nicht mehr aufgetaucht. Hormontests werden jetzt vor allem dann durchgeführt, wenn externe Hormone im Rahmen einer Hormontherapie vom Arzt verschrieben werden.

Die folgenden vier Mittel helfen dir, zu verstehen, ob du in der Perimenopause bist:

  1. Periode akribisch dokumentieren: Solange du noch deine Periode hast - also noch in der Perimenopause bist - solltest du deinen monatlichen Zyklus dokumentieren. Du erkennst so schneller, wenn sich dein Zyklus verkürzt oder unregelmäßiger wird. Wusstest du schon, dass der weibliche Zyklus auch als 5. Vitalzeichen bezeichnet wird?  Sogar ein sehr wichtigstes Vitalzeichen – neben den anderen 4: Körpertemperatur, Blutdruck, Puls und Atmungsfrequenz. Denn der Körper ist eigentlich ganz gut darin, dir klare Signale zu senden - wir haben es oft nur nicht gelernt, auf ihn zu hören. Hier listen wir 5 Anzeichen, dass du in der Perimenopause bist.
  2. Symptome dokumentieren: Es ist hilfreich, deine Symptome in einem Wechseljahre Tagebuch zu dokumentieren. Durch das Dokumentieren - mittels App (Mimeno) oder Aufschreiben - entwickelst du zum einen ein besseres Gefühl für deinen eigenen Körper. Und zum anderen kannst du besser nachvollziehen, welchen Einfluss deine Ernährung, einzelne Lebensmittel oder Getränke, Stress oder Schlaf auf deine Symptome haben. So bist du auch hervorragend, für ein Gespräch mit deinem Arzt gerüstet - für den Fall, dass deine Symptome dich so stark beeinflussen, dass du ärztliche Hilfe benötigst.
  3. XbyX Check: Der XbyX Check stellt dir einige Fragen und liefert dir anhand deiner Antworten einen Indikator dafür, in welcher Phase der Wechseljahre du wahrscheinlich bist. Und er liefert dir erste Ansätze wie du deine Hormone auf natürlichem Weg regulieren kannst.
  4. Anti-Müller Hormon-Test: Eine gewisse Indikation kann ein Anti-Müller Hormon-Test liefern. Ein Bluttest, der Aufschluss über den noch vorhandenen Eizellen Vorrat gibt.

Teste mit unserem Quiz dein Wechseljahre Wissen: Was weißt du über die Wechseljahre? und informiere dich im Detail über Wechseljahre Test: Bin ich in den Wechseljahren?

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In den Wechseljahren passiert vor allem eins: viel Veränderung

Das was in den Wechseljahren im Körper passiert, kann oft etwas angsteinflößend und verwirrend sein. Oft können wir die Symptome nicht genau zuordnen und verstehen nicht so richtig was mit uns passiert. Dazu kommt, dass wir Frauen in diesen mittleren Lebensjahren von Haus aus eh schon zu viel normalen Alltagsstress um die Ohren haben: Kleinkinder, pubertierende Kinder, Kinderwunsch, Jobwechsel, Partnerwechsel, pflegebedürftig werdende Eltern oder gleich alles auf einmal.

Die gute Nachricht aber ist, du musst keine Angst haben. Ganz sicher ist die Zeit der Menopause eine Zeit großer Veränderungen. Ja, dein Körper wird sich verändern. Und ja, du wirst älter. Und ja, du wirst einige neue Herausforderung meistern müssen. Aber all diese Dinge sind sehr gut zu managen. Zudem spürt nicht jede Frau alle Symptome, und nicht alle Symptome beeinflussen dich gleich schwer. Das Beste ist: Es gibt vieles was dir effektiv hilft und was dich dabei unterstützt fit, mit viel Energie, aktiv und mit guter Laune durch die Wechseljahre zu kommen und so die Basis zu legen, um gesund und fit alt zu werden. 


Nicht nur was passiert, sondern auch wie wir es sehen

Während und auch nach den Wechseljahren gilt: Was im Körper in den Wechseljahren passiert ist das eine. Aber auch das was wir denken und wie wir die Dinge sehen, beeinflusst maßgeblich, wie wir die Wechseljahre erleben und damit, wie wir uns fühlen. Wenn du weißt, was in deinem Körper passiert, was auf dich zukommt, und was du aktiv unternehmen kannst, um dich besser zu fühlen - dann ist schon der erste wichtige Schritt getan.


Du bist jetzt Priorität

Jetzt ist DEINE Zeit - Zeit für mehr Selbstfürsorge! Du hast es in der Hand, wie du durch die Wechseljahre gehst und wie du deinen Körper gesund und fit ins Alter bringst. Denk dran, du bist nicht allein - jede, wirklich JEDE Frau geht durch die Wechseljahre.

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Evidenzbasiert: Unsere Quellen

Unsere Informationen basieren auf Studien und Wissenschaft. Und falls du selbst mal genauer nachlesen willst, sind hier unsere relevantesten Quellen.

Clinical manifestations and diagnosis of menopauseUpToDate
Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10: addressing the unfinished agenda of staging reproductive agingMenopause. Author manuscript; available in PMC 2013 Apr 1.
Endocrine features of menstrual cycles in middle and late reproductive age and the menopausal transition classified according to the Staging of Reproductive Aging Workshop (STRAW) staging system.J Clin Endocrinol Metab. 2007 Aug;92(8):3060-7. Epub 2007 Jun 5.
A new model of reproductive aging: the decline in ovarian non-growing follicle number from birth to menopauseHuman Reproduction, Volume 23, Issue 3, March 2008, Pages 699–708
Perimenopause: The Complex Endocrinology of the Menopausal TransitionEndocrine Reviews, Volume 19, Issue 4, 1 August 1998, Pages 397–428
Accelerated disappearance of ovarian follicles in mid-life: implications for forecasting menopause.Hum Reprod. 1992 Nov;7(10):1342-6.
Perimenopause: From Research to PracticeJ Womens Health (Larchmt). 2016 Apr 1; 25(4): 332–339.
MenopauseNature Reviews Disease Primers volume 1, Article number: 15004 (2015)
Perimenopause: The Ovary’s Frustrating Grand FinaleCemcor - Centre for Menstrual Cycle and Ovulation Research
Data Registry on Experiences of Aging, Menopause, and Sexuality (DREAMS): A cohort profileMaturitas 107 · October 2017 
A Practitioner ’ s Toolkit for Managing the MenopauseClimacteric, Volume 17, 2014 - Issue 5
Change in follicle-stimulating hormone and estradiol across the menopausal transition: effect of age at the final menstrual period.J Clin Endocrinol Metab. 2011 Mar;96(3):746-54. doi: 10.1210/jc.2010-1746. Epub 2010 Dec 15.
The endocrinology of the menopausal transition: a cross-sectional study of a population-based sample.J Clin Endocrinol Metab. 1995 Dec;80(12):3537-45.
How can I Tell I am in Perimenopause?CeMCOR - The Centre for Menstrual Cycle and Ovulation Research

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