­Was ist die Peri-Menopause?

Peri-was? Wenn Du das Wort noch nie gehört hast: Das geht fast allen so...

Peri kommt aus dem Griechischen. Und bedeutet „‚um – herum‘, ‚ringsum‘, ‚um‘, ‚gegen‘, ‚über – hinaus‘,“. Also rund um die Zeit der Menopause, der finalen menstrualen Blutung.

 

Wer dachte, die Menopause beutetet …

  • 50 Jahre alt
  • Eines Morgens mit einer Hitzewallung aufwachen
  • Eierstöcke leer, Periode für immer weg

… liegt falsch.

Dem finalen Ausbleiben der Periode, der Menopause, geht eine teils jahrelange Phase der Umstellung voraus. Genannt Peri-Menopause. Im Schnitt 4 Jahre – aber auch kürzer (einige Monate) oder länger (10 Jahre).

Die Peri-Menopause beginnt, wenn sich erste hormonelle Muster der weiblichen Sexualorgane ändern. Typischerweise beginnt die Peri-Menopause Anfang / Mitte vierzig und dauert vier bis sechs Jahre. Sie kann auch bereits in den späten Dreißigern beginnen und bis zu 15 Jahre dauern.

Was auch immer Du an Veränderungen erlebst – alles verändert sich in der Peri-Menopause ständig. Bei Dir selber. Im Vergleich zu anderen Frauen. Zu Schwester oder Mutter. Stell Dich auf permanente Veränderungen ein.


Woran erkenne ich, dass ich in der Peri-Menopause bin?

Es ist praktisch so gut wie unmöglich zu sagen, wann man genau in der Peri-Menopause ist. Aber es gibt erste Anzeichen, die die Perimenopause einläuten.

Dein Schlaf ist nicht mehr so tief und gut wie normalerweise? Du bist grundlos mürrisch oder plötzlich ängstlich? Dir ist auf einmal heiß und Du bist verschwitzt? Klingt nach beginnender Perimenopause. Auch wenn der Zyklus noch regelmäßig ist (was übrigens die Wenigsten wirklich penibel tracken).

Das kanadische “Centre for Menstrual Cycle and Ovulation Research” (Cemor) ordnet Frauen der sehr frühen Peri-Menopause zu, wenn sie bei regelmäßigen Periode (21-35 Tage zwischen den Zyklen) eines dieser drei, für sie neuen, Symptome haben:

  • Stärkere und längerer Monatsblutung
  • Kürzer Zyklen (Abstand 25 Tage)
  • Empfindliche, schmerzhafte, geschwollene Brüste
  • Stärkere Menstruationskrämpfe
  • Mitternächtliches Aufwachen
  • Nächtliches Schwitzen, besonders während der Monatsblutung
  • Deutlich stärkere Migräne / Kopfschmerzen
  • Stärkere Stimmungsschwankungen (PMS, kurz vor Beginn der Periode)
  • Wahrnehmbare Gewichtszunahme ohne Änderung der Ess- oder Sport-Gewohnheiten

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Wie gehe ich am besten mit Änderungen der Peri-Menopause um?

Ein guter Indikator, um zu erkennen, ob Du in der Peri-Menopause bist, ist daher Dein Körper. Genauer Dein Zyklus. Eines der wichtigsten Vitalzeichen – neben Körpertemperatur, Blutdruck, Puls, Atmungsfrequenz.

Tracke Deinen Zyklus und Deine Symptome mittels App oder Tagebuch: In der frühen Phase der Perimenopause kommt die Periode noch regelmäßig. Über die Zeit verkürzt sich jedoch das Zyklus-Intervall um 1-2 Tag und die Zykluslänge.

Es hilft ungemein zu wissen, dass man nicht wahnsinnig wird. Dass der unruhige Schlaf oder die miese Stimmung nur eine Reaktion auf die hormonellen Veränderungen ist und vorbeigeht.


Kann ich mittels Hormon-Test die Peri-Menopause bestimmen?

Man kann den Hormon-Spiegel – typischerweise der Hormone Östrogen, Testosteron, Progesteron, FSH und TH – messen. Aber da sich die Hormone besonders in der Perimenopause permanent ändern, ist das immer nur eine kurze Moment-Aufnahme. Besser ist das oben beschriebene Tracking beziehungsweise die Kombination aus Beidem.

Mach den XbyX Check und finde heraus, ob Du eventuell erste Anzeichen der Peri-Menopause hast.

Referenzen

How can I Tell I am in Perimenopause?Cemor - Centre for Menstrual Cycle and Ovulation Research
Perimenopause: The Complex Endocrinology of the Menopausal TransitionEndocrine Reviews, Volume 19, Issue 4, 1 August 1998, Pages 397–428
Perimenopause: From Research to PracticeJ Womens Health (Larchmt). 2016 Apr 1; 25(4): 332–339
Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10: addressing the unfinished agenda of staging reproductive agingMenopause. 2012 Apr; 19(4): 387–395.

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