Die Phasen der Wechseljahre

Peri-Menopause, Menopause und Post-Menopause - die drei Phasen der Wechseljahre. Jede unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Hormonkonstellation und Symptome.

Die Wechseljahre kommen nicht über Nacht und genauso wenig gehen sie. Sie markieren eine Übergangsphase, die sich über Jahre, gar über Jahrzehnte hinzieht. Wir unterscheiden drei Phasen: Peri-Menopause, Menopause und Post-Menopause. Jede dieser Phasen unterscheidet sich hinsichtlich der Hormonkonstellation und damit einhergehend den Symptomen.

1. Phase: Peri-Menopause

Die Peri-Menopause ist die erste Phase dieser Veränderung und startet bei manchen Frauen schon mit Mitte 30 - bei dem Großteil zwischen Anfang und Mitte 40. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Peri-Menopause 4-10 Jahre vor der Menopause beginnt. In der Peri-Menopause werden die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron nicht mehr mit der gleichen Regelmäßigkeit von den Eierstöcken produziert, wie in dem regelmäßigen monatlichen Zyklus-Rhythmus der reproduktiven Jahre.

Die Anzahl der Eizellen nimmt ab, und der Körper gibt sie weniger regelmäßig ab. Wie du dir vorstellen kannst, bringt das starke Schwankungen aller Hormone mit sich. Der monatliche Zyklus kann sich verkürzen, ein paar Monate ausbleiben, die Blutung kann stärker werden.

Oft wird die Peri-Menopause von einer Östrogen-Dominanz begleitet. Das Hormon Östrogen ist jetzt teils höher als in den Jahren davor. Die Perimenopause kann 4 bis 10 Jahre dauern. In den letzten 1-2 Jahren der Perimenopause sinkt dann langsam und final das Östrogen, was neue, andere Symptome mit sich bringt.

Generell ist die Peri-Menopause eine völlig unberechenbare Phase. Alles ist möglich, alles kann sich von heute auf morgen ändern. Besonders die Hormon-Spiegel der vier maßgeblichen beteiligten weiblichen Sexualhormone Östrogen, Progesteron, das Follikel stimulierendes Hormon - kurz FSH und das Luteinisierendes Hormon - kurz LH.

Diese Unberechenbarkeit ist auch der Grund, warum Hormontests in der Peri-Menopause nur bedingt aussagekräftig sind. Ein Hormon-Test während der Peri-Menopause ist immer nur eine Momentaufnahme, schon kurze Zeit später kann das Hormon-Niveau wieder ganz anders aussehen. Hormontests eignen sich daher in dieser Zeit nicht, um die Phase der Wechseljahre genau zu bestimmen. In bestimmten Fällen können Hormontests-Sinn machen, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Einsatz von Hormontherapie oder um andere Erkrankungen, wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion, auszuschließen. Ein guter Arzt wird dabei diese Schwankungen berücksichtigen, entsprechend vielfältig testen und die Ergebnisse immer in den Kontext deiner Symptome setzen. Um dies zu erleichtern, solltest du deine Symptome und deinen Zyklus genau dokumentieren. 

2. Phase: Menopause

Hatte eine Frau 12 Monate in Folge - also ein ganzes Jahr lang - keine Periode, spricht man rückwirkend von der Menopause. Es ist der Tag der letzten Monatsblutung und das Durchschnittsalter hierfür liegt bei 52 Jahren. Die Menopause dauert streng gesehen also nur einen Tag. Sie markiert den Übergang von der Peri-Menopause in die darauffolgende Post-Menopause.

3. Phase: Post-Menopause

Die Post-Menopause dauert dann für den Rest des Lebens einer Frau an. In der Post-Menopause sind die beiden Hormone Östrogen und Progesteron dauerhaft niedrig. 

Es ist wichtig zu wissen, dass wir während der gesamten Peri-Menopause, also bis zu dem Zeitpunkt wo eine Frau in die Post-Menopause kommt, noch schwanger werden können. Schwangerschaftsverhütung ist bis dahin also unbedingt ein Thema. Kondome bleiben danach - in der Post-Menopause - natürlich auch ein wichtiges Thema. Aber dann nur noch mit dem Zweck, sexuell übertragbare Krankheiten zu vermeiden.

Ist eine Frau in der Post-Menopause angekommen, sind Schwangerschaften nicht mehr möglich. Die Postmenopause ist jetzt die neue Normalität deines Körpers. Östrogen sowie Progesteron sind auf dauerhaft niedrigem Niveau. Die beiden anderen Hormone FSH und LH sind konsequenterweise dauerhaft erhöht. Das neu eingespielte Hormon-Level ist nun ohne nennenswerte Schwankungen. Der Körper passt sich mehr und mehr an die neue Hormon-Situation an, die Wechseljahressymptome reduzieren sich bzw. verschwinden ganz. Jetzt liefert auch ein Hormontest ein klares Ergebnis - aber wenn 12 Monate in Folge keine Periode mehr kam, weiß man eigentlich auch selber, dass jetzt die Post-Menopause an der Reihe ist. 

Spätestens ab der Post-Menopause werden Prävention und gesunde Lebensweise wichtiger als je zuvor. Denn in den Jahren davor schützte uns vor allem das Hormon Östrogen verstärkt vor verschiedenen Erkrankungen. Da Östrogen nun dauerhaft reduziert ist, steigt das Risiko von Herzerkrankungen, Osteoporose, Alzheimer, Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten und verschiedenen Krebsarten an. Achte jetzt noch mehr auf eine gesunde Lebensweise und nutze regelmäßig die angebotenen ärztlichen Vorsorge-Untersuchungen.

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