Was passiert bei Hitzewallungen im Körper?

Schwitzen, fleckige Hautrötungen, Fröstel und Herzrasen - was passiert im Körper bei einer Hitzewallung? Für viele Frauen sind Hitzewallungen eine typische Begleiterscheinung der Wechseljahre.

Hitzewallungen

Wenn die Hitze aufsteigt

Ein plötzliches, intensives Gefühl aufsteigender Hitze – besonders im Gesicht, an Hals, Dekolleté und Brustkorb. Die Hitzewallungen. Die sind wohl das eine Symptom, was von den Meisten am ehesten mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht wird. Und auch das Symptom der Wechseljahre, vor dem die meisten Frauen die größte Angst haben, und worüber ist die meisten Witze und Karikaturen, Stereotypen und wohl auch Mythen gibt.

Denken wir an Hitzewallungen, haben wir wahrscheinlich alle ein ähnliches Bild im Kopf: Eine Frau die mit hochrotem Kopf, schwitzend, sich Schicht um Schicht ihrer Kleidung entledigt und halbnackt sitzend vor der offenen Kühlschranktür endet. 


2/3 aller Frauen spüren Hitzewallungen

Fakt ist: Circa zwei Drittel aller Frauen leidet unter vorübergehenden, mehr oder weniger starken Hitzewallungen. Ein Drittel der Frauen spürt leichte bis mittlere Hitzewallungen. Ein Drittel leidet unter starken Hitzewallungen - die oft, mehrmals täglich, und für längere Zeiträume auftreten. So gut wie jede dritte Frau hat also im Laufe ihres Lebens eine oder mehrere Hitzewallungen. Unterschiedlich sind jedoch Dauer, Intensität und Häufigkeit. So gibt es Frauen die täglich mit Hitzewallungen kämpfen und andere, die das Gefühl der aufsteigenden Hitze nur 2-3-mal überhaupt erleben.

Für die meisten Frauen geht eine Hitzewallung mit einem wiederkehrenden unangenehmen Hitzeempfinden einher, das von von störendem Schwitzen, fleckigen Hautrötungen, und darauf folgendem frösteln begleitet wird. Aber auch Herzrasen sowie Ängste und Panikzustände sind für einige Frauen eine sehr typische Begleiterscheinung einer Hitzewallung.

Tags: Hitzewallungen - Nachts: Nachtschweiß

Tagsüber beeinflussen Hitzewallungen je nach Häufigkeit und Stärke das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Es ist unangenehm, schweißgebadet und mit gerötetem Gesicht, Hals oder Dekolleté im Job oder unterwegs ungewollte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Die nächtlichen Hitzewallungen – der Nachtschweiß – sind anders unangenehm: Sie beeinträchtigen  die Schlafqualität. Man wacht schweißgebadet auf, durch den kalten Schweiß darauf folgende Frösteln muss oft der Pyjama und / oder Bettwäsche gewechselt werden. Ob die täglichen oder nächtlichen Hitzewallungen störender sind, ist sicher sehr individuell. 

Was passiert im Körper bei einer Hitzewallung?

Klar, ist das unser Östrogen eine große Rolle spielt. Der aktuelle Stand der Wissenschaft ist folgender:

Die Antwort auf diese Frage liegt im Östrogen und in der Wirkung von Östrogen auf unser Vasomotorisches System. Das ist der medizinische Begriff, unter den Hitzewallungen und Nachtschweiß fallen, und der ein Nerven- und Muskel-Netzwerk in unserem Körper beschreibt, welches das Ausweiten und Zusammenziehen unserer Blutgefäße steuert. Passiert in diesem System eine Fehlsteuerung der Signale, treten Hitzewallungen auf. 


Die Rolle von Östrogen bei Hitzewallungen

Östrogen ist eins der Hormone, dass unsere innere Körpertemperatur reguliert. Mit den Schwankungen des Hormons Östrogen in den Wechseljahren, kommt auch das Senden der Signale durcheinander. So erhält der Körper auf einmal das Signal, dass die Körpertemperatur angeblich zu hoch ist. Obwohl dies in der Realität gar nicht der Fall ist.

Der Körper reagiert nun so, wie er normalerweise auch reagiert, wenn ihm zu heiß ist: die Blutgefäße weiten sich es strömt mehr Blut in unserer Haut. Und das ist genau das was bei einer Hitzewallung passiert, was wir als erstes spüren. Dazu erhöht sich unser Puls, das Herz fängt schneller an zu schlagen, und wir fangen an zu schwitzen oder auch zu frösteln, um den Körper wieder abzukühlen.

Der Thermostat des Körpers, der Hitzeregler sitzt übrigens im Gehirn, genauer gesagt im Hypothalamus, einer Gehirndrüse. 

Eine einzelne Hitzewallung dauert typischerweise zwischen 30 Sekunden und 5 Minuten. Frauen die sehr stark unter Hitzewallungen leiden – die diese also öfter erleben – haben an den meisten Tagen zwischen 3-5 Hitzewallungen, an einigen Tagen bis zu 20 Hitzewallungen.

Wie lange hat man Hitzewallungen in den Wechseljahren?

Die Hitzewallungen treten vermehrt in den späteren Jahren der Perimenopause, rund um die Menopause auf. Sind also umso wahrscheinlicher, je näher wir dem Ende unserer Periode kommen. 

In der Postmenopause, wenn sich der Körper auf das neue, dauerhaft niedrige Niveau des Östrogens eingestellt hat, hören bei den meisten Frauen die Hitzewallungen auf. Beziehungsweise sie reduzieren sich. Im Schnitt dauern Hitzewallungen somit 7 Jahre an. Sie können aber auch nur 3 Jahre oder bis zu 10 Jahren auftreten. Es so also durchaus sein, dass Frauen noch bis zum Alter von 70 oder 80 Jahren Hitzewallungen erleben. Wie gesagt selten, aber möglich. 

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Wie fühlt sich eine Hitzewallung an?

Wie sich die Hitzewallungen im Einzelfall anfühlt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Das Aufkommen einer Hitzewallungen kann sehr intensiv oder aber auch sehr subtil sein. Meist kündigt sich die Hitzewallung durch eine wellenartig aufkommende Hitze an, die sich über Kopf und oberen Brustbereich ausbreitet, die Haut erröten lässt. Dazu kommen oft erhöhter Puls, leichter Schwindel, Herzrasen teils sogar Kopfschmerzen. 

Wie geht man mit Hitzewallungen um?

Wir sind also nicht krank, und die Hitzewallungen sind auch nicht gesundheitsbedenklich oder gar gefährlich. Es ist eine ganz normale biochemische Reaktion deines Körpers. Und ja sie ist nervig und sie kann den Alltag durchaus negativ beeinflussen. Und in dem Moment wo die Hitzewallungen auftreten, können sich diese kurzen 1 bis 5 Minuten, wie eine unglaublich lange und nicht enden wollende Zeit anfühlen. Aber da es durchaus passieren kann, dass die Hitzewallungen für einige Jahre der ständige Begleiter sind, ist es sinnvoll, sich Strategien anzueignen, um besser mit ihnen umzugehen. 

Es gibt aber zum Glück einiges, was man bei Hitzewallungen in den Wechseljahren tun kann. Dazu zählen die richtige Ernährung bei Hitzewallungen, pflanzliche Mittel bei Hitzewallungen, Tees bei Hitzewallungen und Stress-Management Techniken gegen Hitzewallungen. Und, wenn all das nichts hilft, natürlich die medikamentöse Behandlung mit Hormontherapie.

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Referenzen

Clinical manifestations and diagnosis of menopausehttps://www.uptodate.com
The Wisdom of MenopauseDr Christiane Northrup

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