Warum wir ab 40 mehr auf uns achten müssen

Mit Mitte dreißig, Anfang 40 verlangt der Körper mehr von uns. Er will beachtet werden. Prävention für die nächsten Jahrzehnte unseres Lebens. Ab jetzt, spätestens, ist Healthy Aging Prio-Thema!

Prävention-Wecheljahre-Selbstfürsorge

Wer gerade mal zwanzig Jahre alt ist oder Anfang dreißig, kann seinem Körper einiges zumuten. Lange Partynächte, 70-Stunden-Wochen im Beruf, schlaflose Nächte mit kleinen Kindern, kein Sport aus Zeitmangel: Alles kein Drama.

Doch das ändert sich. Mit Mitte dreißig, Anfang 40 reicht es nicht mehr, ein Abendessen auszulassen, um das zusätzliche Kilo auf der Waage loszuwerden oder nach einem Hangover einfach nur mal richtig auszuschlafen, um wieder fit zu sein.

Der Körper verlangt mehr von uns. Er will beachtet werden. Das kann sich durch verschiedene Anzeichen äußern: Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, geringere Stresstoleranz, längere Regenerationszeiten, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen.  

Diese Zeit der Veränderung und Hormonschwankungen wird als Perimenopause bezeichnet. Oder wie einige es beschreiben: "Pubertät auf Steroiden". Das ist kein Grund zur Sorge. Doch es gibt ein Problem: Wir sind unvorbereitet.

 

Die meisten von uns haben noch nie von dieser Perimenopause gehört.

Das müssen wir dringend ändern. Denn diese Zeit vor der Menopause, die Perimenopause, ist oft von stärkeren Symptomen geprägt, als die Menopause selbst. 

Mit der Menopause bezeichnet man den Zeitpunkt, zu dem eine Frau bereits 12 Monate lang keine Menstruation mehr gehabt hat. Die Peri-Menopause bezieht sich auf die Zeit 4-10 Jahre davor. Sie setzt also bei manchen bereits Mitte/ Ende dreißig oder Anfang vierzig ein.

Sport, gesunde Ernährung, mentale Balance, Schlaf- und Stressmanagement werden wichtiger. Sich um sich selbst kümmern hat ab jetzt Priorität – zur Vorbeugung altersbedingter Krankheiten wie Osteoporose, Alzheimer und Herz-Kreislauf, ausgelöst durch unsere sinkenden Östrogenspiegel. Aber auch einfach, um zu definieren, wie wir sein wollen, jetzt und später.

 

Alt und gebrechlich - oder fit und sexy?

Damit wir endlich das tun können, was wir wollen und wofür wir nun - in der Mitte unseres Lebens - auch die Ressourcen haben.

Aufmerksamkeit für Gesundheits-Themen in der Lebensmitte, Prävention und das Schließen des Gender Gap in der Medizin sind unsere tägliche Motivation bei XbyX. Denn:

  • 2/3 aller an Alzheimer Erkrankten sind Frauen
  • 80% der Osteoporose Patienten sind Frauen, jede 4. Ältere Frau – mehr als 75% werden zu spät erkannt und behandelt
  • Ca. 30-50% der Symptome von Frauen werden als psychosomatisch abgetan oder als Depression falsch behandelt (BBC, WebMD)
  • Herz-Erkrankungen & Schlaganfall: Nr. 1 Todesursache bei Frauen – 1/3 sterben daran

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Wie wir die Lebensmitte meistern und die Kraft unserer Hormone nutzen

Hormongesteuert? Klar! In der Lebensmitte bringen uns Östrogene, Progesteron und Co. ganz schön aus dem Takt. Die Autorinnen Dr. med. Susanne Esche-Belke und Dr. med. Suzann Kirschner-Brouns zeigen wirksame Wege, diese Zeit gesund und glücklich zu gestalten.

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Wir haben im September / Oktober 2019 über 1.000 Frauen zwischen 40 und 55 zu Lifestyle, Gesundheit und Menopause befragt. Die Ergebnisse haben uns in unserem Vorhaben für XbyX bestärkt: Frauen wissen zu wenig über ihren eigenen Körper - und das muss sich ändern!


XbyX Umfrage - Wichtigste Ergebnisse auf einen Blick:

  • 88 % aller Frauen haben sich noch nicht mit der Peri-Menopause beschäftigt, 47% aller Frauen können mit dem Begriff gar nichts anfangen.
  • 85% haben 3 oder mehr typische Beschwerden der Wechseljahre, doch knapp zwei Drittel (65 %) aller Befragten bringen Symptome nicht mit der Menopause in Verbindung oder sind sich unsicher.
  • 79 % sind sich unsicher, was sie gegen ihre Beschwerden tun können.
  • Nur ein Drittel (35%) sind der Meinung, dass ihr/e Frauenarzt / Frauenärztin bei ihren Beschwerden helfen kann.
  • Nur 16% ordnen Alzheimer als typische Frauenkrankheit richtig ein, nur 42% wählen korrekt Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • 40% der befragten Frauen finden, dass die Gesellschaft Frauen in den Wechseljahren negativ stigmatisiert.

umfrage wechseljahre perimenopause

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Referenzen

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
World Heart FederationWomen and CVD - Facts and tips
CDC Centers for Disease Control and PreventionWomen and Heart Disease
A qualitative assessment of health behaviors and experiences during menopause: A cross-sectional, observational study.Maturitas. 2018 Oct;116:36-42. doi: 10.1016/j.maturitas.2018.07.014. Epub 2018 Jul 21.

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Peri-was? Wenn Du das Wort noch nie gehört hast: Das geht fast allen so. Peri kommt aus dem Griechischen. Und bedeutet „‚um – herum‘, ‚ringsum‘, ‚um‘, ‚gegen‘, ‚über – hinaus‘,“. Also rund um die Zeit der Menopause, der finalen menstrualen Blutung.

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Nicht jede Frau spürt in der Peri-Menopause, oder allgemein in den Wechseljahren, Veränderungen. Manche erreicht ohne je ein einziges Symptom gehabt zu haben, die Menopause. Periode weg, keinerlei Beschwerden.