Sind das auch die Wechseljahre?

Was sind die Wechseljahre eigentlich? Hitzewallungen und das war’s? Weit verfehlt. Die Wechseljahre gehen mit vielen anderen, teils subtilen Symptomen einher.

auch die Wechseljahre?

Überraschung! Es gibt viele Symptome, die wir nicht mit den Wechseljahren assoziieren. Bevor man sich näher mit dem Thema Wechseljahre beschäftigt, haben wir meist eine Vorstellung der Wechseljahre, die so in die Richtung geht: Irgendwann mit 50 hört die Periode auf, dann gibt es ein paar Wochen oder Monate einige Hitzewallungen und das war’s. Ja, ganz schön naiv.

Niemand erzählt, was die Wechseljahre bringen

Aber woher sollen wir es auch anders wissen? Niemand redet offen drüber. Freiwillig etwas vorab darüber lesen will auch keiner, in der Schule gab es kein Fach dazu. Frauenärzte gehen zwar meist proaktiv das Thema Kinderwunsch und Fertilität an, aber die Wechseljahre und ihre potenziellen Symptome werden so gut wie nie aktiv besprochen (besonders solang man seine Periode noch hat). Und so tappen wir völlig ohne Ahnung und Plan hinein in das hormonelle Chaos der Wechseljahre.

Was sind die Wechseljahre eigentlich?

Die Wechseljahre starten, wenn sich die Hormonspiegel in unserem Körper anfangen zu verändern. Wenn die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron nicht mehr mit der gleichen Regelmäßigkeit von den Eierstöcken produziert werden. Wenn der Eizellenvorrat immer mehr zur Neige geht. Bis er komplett aufgebraucht ist und damit auch der monatliche Zyklus endet. Das ist der Punkt der Menopause. Im Durchschnitt erreichen die meisten Frauen diesen im Alter von 52 Jahren.

Quatsch, ich bin doch erst Anfang 40!

Aber wusstest du, dass es mit unseren Sexual-Hormonen schon ab 35 bergab geht? Dass es total normal ist, wenn Anfang / Mitte vierzig die Peri-Menopause startet? Die Peri-Menopause läutet quasi langsam die Wechseljahre ein. Wer sich jetzt auf eine bald ausbleibende Periode freut: Das kann dauern. 2 Jahre, 5 Jahre, 10 oder länger. Dafür gibt es aber andere, teils subtil kommende und gehende, Symptome.

Hättest du diese Symptome den Wechseljahren zugeordnet?


Gehirnnebel

Einige Frauen kennen das aus der Schwangerschaft. Scheinbar über Nacht ist die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten und Probleme zu lösen, beeinträchtigt. Man denkt man verliert den Verstand. Konzentration und Erinnerung an gängige Wörter fallen schwer. Es fühlt sich an, als hätte sich eine Nebelwolke um den Kopf gelegt und die Welt drum herum verdunkelt.

Wie die meisten Wechseljahresbeschwerden ist auch der Gehirnnebel, der "Brain Fog", vorübergehend. Schlägt der Gehirnnebel zu, hilft es, das Gehirn zu trainieren. Wortspiele, eine neue Sprache lernen, ein Instrument spielen, Tanzen oder Online Gehirn-Trainings-Programme (wie Lumosity) sind hilfreich. Und natürlich eine gehirngesunde Ernährung!

Angstzustände

Mitten in der Nacht aus Alpträumen aufwachen oder sich um alles und jeden Sorgen machen. Auch diese Angstzustände sind eine Begleiterscheinung der Wechseljahre. Alles halb leer sehen, krank vor Sorge sein, Zweifel und Unbehagen – diese teils diffuse Angst kann das Leben während der Menopause bei einigen Frauen stark beeinflussen. Wenn es bei dir auftritt, versuche die Angst als ein Symptom zu akzeptieren und mehr Kontrolle über deine Gedanken zu erlangen. Tiefen-Atmung und Meditation sind Techniken, die helfen können. Ebenso Baldrian- und CBD-Öl – dazu aber vorab mit dem Arzt sprechen.

Dünner werdendes Haar / Haarausfall

Panik! Das Haar wird dünn, fällt verstärkt aus? Morgens Haarsträhnen auf dem Kissen, beim Duschen bedecken Haare den Abfluss. Meist ist dies temporär, da hormonell bedingt. Und kann schon nach kurzer Zeit aufhören. Kleine Trick: Für mehr Volumen Stufen in den Haarschnitt bringen, Volumen-Creme oder ein (sulfatfreies!) Volumen-Shampoo verwenden. Versuche auch, die Haare nicht mehr als 2 Mal pro Woche zu waschen. Der natürliche Conditioner – dein Haar Talg – sorgt ebenfalls für mehr Volumen und schützt das Haar. Einfach viel bürsten und das Haar nur mit Wasser waschen, wenn es zu fettig aussieht.

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Müdigkeit

Müdigkeit als Symptom während der Wechseljahre kann einen völlig mürbe machen und einem die letzte Energie rauben. Man kann nach einer eigentlich ganz gut durchschlafenen Nacht, immer noch müde und wie gerädert aufwachen. Für besseren und erholsameren Schlaf musst du nun eventuell einiges mehr tun, als noch in jüngeren Jahren:

Arbeite an deiner Schlafhygiene (Tipps bei Schlafstörungen in den Wechseljahren), mache regelmäßig Pausen und schlafe, wenn dein Körper es braucht.

Schwaches Immunsystem

Die hormonellen Schwankungen der Wechseljahre belasten auch das Immunsystem. Es kann verstärkt zu Entzündungen und Infektionen kommen. Gesunde Ernährung, Bewegung und Stressabbau stärken das Immunsystem in den Wechseljahren. Lerne besser auf den Körper zu hören. Wenn er Auszeiten oder Pausen benötigt, dann gönn ihm diese.

Hautprobleme, Allergien

Man nennt die Wechseljahre nicht nur wegen der Stimmungsschwankungen die zweite Pubertät. Bei einigen Frauen wird die Haut temporär schlechter. Pickel (Spät-Akne), Allergien, Trockene Stellen, Ekzeme oder Rosazea. Die Haut ist unser größtes und vielseitigstes Organ mit einer Oberfläche von ungefähr zwei Quadratmetern und verfügt über zahlreiche Hormonrezeptoren. Sie ist daher besonders anfällig für Hormon-Schwankungen. Wer Erfahrung mit hormonellen Verhütungsmitteln hat, kennt das sicher vom Ausprobieren von Pille oder Spirale. Hautpflege wird in den Wechseljahren immer wichtiger.

Was wir draus lernen können

All diese Symptome sind völlig normale Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Nicht jede Frau hat alle – ein Drittel spürt gar keine Wechseljahres-Symptome.

Seid vorbereitet, achtet auf Symptome als Zeichen eures Körpers, dokumentiert diese und nehmt euch mehr Zeit für euch selbst. Bereitet euch mit der Checkliste auf den jährlichen Besuch beim Frauenarzt gut vor.

Zudem sind weniger Stress, besserer Schlaf und gesunde Ernährung eine wichtige Basis. Immer – aber besonders, wenn wir älter werden.

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