Hashimoto: Was darf ich essen?

Was ist überhaupt Hashimoto? Wo kommt es her und was passiert im Körper? Und vor allem: Was kann ich neben der Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten tun, um meine Schilddrüse zu unterstützen?

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Hashimoto-Thyreoiditis – kurz Hashimoto – ist die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion. Mit einer Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse nicht mehr genügend Schilddrüsenhormone. Und bei der Autoimmunerkrankung Hashimoto attackiert das Immunsystem die Schilddrüse und verursacht eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Benannt wurde die Erkrankung nach ihrem Entdecker, dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto.

Besonders weit verbreitet ist Hashimoto bei Frauen in der Lebensmitte, rund um die Perimenopause. Was die Erkrankung auslöst ist unklar – Vermutungen reichen von Bakterien, Virus bis zu Genetik. 


Wie macht sich Hashimoto bemerkbar?

Die Symptome der Hashimoto-Thyreoiditis umfassen:

  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit und Energielosigkeit
  • Verstopfungen
  • Gehirn-Nebel und Gedächtnisprobleme
  • Haarausfall, brüchige Fingernägel
  • Frieren / Frösteln
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Depressionen 

Diese Symptome gleichen übrigens denen einer Östrogendominanz in der Perimenopause, was das Finden der Ursache erschweren kann. Wichtig ist darum ein umfassender Bluttest!   

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Was esse ich bei Hashimoto?

Allein mit der Ernährung lässt sich Hashimoto, wie auch der Fall bei anderen Autoimmunkrankheiten, nicht heilen. Teil der Therapie, nach erfolgtem Bluttest und Diagnose der Erkrankung, sind Schilddrüsen-Medikamente. Ein natürlich paar Regeln bei der Ernährung, welche die Schilddrüse gut unterstützen können. Darunter der Fokus auf selen- und jodhaltige Lebensmitteln und vielleicht, wem es gut tut, eine Zeit lang eine glutenarme oder gar glutenfreie Ernährung.


Jod: Ja, braucht die Schilddrüse

Jod ist ein essentieller, heißt lebenswichtiger, Mikronährstoff für uns. Jod kommt in Fisch, Meeresfrüchten, Eiern, Getreide, Milchprodukten sowie Jodsalz vor. Und da unsere Schilddrüse aus Jod besteht, ist Jod ihr Funktionieren unerlässlich. Jodmangel ist nicht ohne Grund eine der Hauptursachen für Schilddrüsenprobleme.  

Wer an Hashimoto erkrankt ist, sollte aber auch nicht zu viel Jod essen, das dies eine Schilddrüsenunterfunktion verschlimmern kann. Von daher maßvoll mit Seetang und Algen die sehr viel Jod enthalten können. Hochdosiertes Jod als Nahrungsergänzungsmittel ist auch keine gute Idee. Wie immer liegt die Kunst in Balance und Ausgeglichenheit! Im Zweifel mit dem behandelnden Arzt Rücksprache bezüglich der individuell passenden Jodmenge halten.


Selen

Selen benötigt die Schilddrüse zur Herstellung wichtiger Enzyme. Selen zeigte in Studien mit Hashimoto Erkrankten positive Effekte auf Schilddrüsenantikörperwerte und Stimmung. Jetzt gilt aber nicht viel Hilft viel: Klar, bei Selenmangel sollte gezielt ergänzt werden, ansonsten genügt es, selenreiche Lebensmittel wie Paranüsse, Meeresfrüchte, Eiern, Kreuzblütler-Gemüse und Vollkornprodukte in die Ernährung aufzunehmen. Übrigens: Schon eine Paranuss pro Tag deckt den Selenbedarf.


Goitrogene

Goitrogene sind Pflanzenstoffe, die die Jodaufnahme in der Schilddrüse hemmen. Sie kommen vor allem in rohem Kreuzblütler-Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Rüben, Weißkohl, Spitzkohl & Co. und in Soja und Maniok vor. Wer bereits einen niedrigen Jodspiegel hat, klar, der sollte sich über Goitrogene Gedanken machen. Wer gute Jodwerte hat, kann so ziemlich jedes Lebensmittel essen, auch wenn es goitrogenhaltig ist! Zudem: Kochen denaturiert die Goitrogene.

Vermeiden soll man einzig die goitrogenreiche Hirse, da sie Probleme mit der Jodaufnahme in der Schilddrüse verursachen kann, unabhängig vom Jodspiegel. 

Aber Soja, ich habe gelesen …

Soja wird oft als “Feind der Schilddrüse” abgestempelt. Ja, Soja enthält die eben genannten Goitrogene. Aber Studien (14 an der Zahl) zeigten nur geringe Auswirkungen von Soja-Lebensmitteln auf eine ganze Reihe von Messungen der Schilddrüsenfunktion. Wer an Hashimoto leidet, keinen Jodmangel hat und Soja-Produkte verträgt, bei dem spricht nichts gegen das Essen von Edamame, Tempeh, Natto oder anderen möglichst naturbelassenen und teils sogar fermentierten Sojaprodukten.

Wer sich jodhaltig ernährt und auf Vielfalt und Abwechslung bei seinen Nahrungsmitteln setzt, für den sind goitrogenhaltige Lebensmittel in normalen Mengen kein Problem. Wie viel das jeweils ist, ist individuell und hängt davon ab, wie jodarm oder jodreich man sich grundsätzlich ernährt. 

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Andere Mikronährstoffe wie Vitamin D & Zink

Vitamin D bitte regelmäßig testen und dann entsprechend individuell dosiert ergänzen. Davon profitieren neben der Schilddrüse auch Knochen und Immunsystem. 

Auch Zink hilft dem Körper bei der Aktivierung von Schilddrüsenhormonen und kann dabei helfen, das Thyorid Stimulating Hormon (TSH) zu regulieren. TSH sagt der Schilddrüse, dass sie Schilddrüsenhormone freisetzen soll. Zinkhaltige Lebensmittel sind Austern, Schalentiere, Vollkorngetreide, Soja, Linsen, Kichererbsen, Walnüsse, Haselnüsse, Kürbiskerne, Sesam, Leinsamen - und tierische Produkte (bitte in Maßen!) wie Rindfleisch und Huhn.

Auch das Adaptogen Ashwagandha zeigte gute Effekte für die Schilddrüse, scheinbar weil es ausgleichend auf die Stressreaktionen im Körpers wirkt. Und bei Hashimoto steht die Schilddrüse oft unter Dauerstress. 


Weizen und Gluten reduzieren oder meiden

Die Studienlage ist nicht eindeutig: Einige zeigten eine Reduktion der  Schilddrüsenantikörper durch eine glutenfreie Ernährung - andere zeiten keine Wirkung. Es kann also durchaus sein, dass ein Zusammenhang zwischen Gluten und der Hashimoto besteht.

Wer Hashimoto-Thyreoiditis hat und sicher gehen will, sollte sich auf Zöliakie testen lassen. Und dann  eine strikte glutenfreie Ernährung umsetzen. Wer das Gefühl hat, auch ohne Test, ihm tut der Verzicht auf Weizen in Brot und Pasta gut, kann dies dann gern umsetzen! 


Fazit 

Die Ernährung allein kann Hashimoto nicht heilen. Aber die Kombination aus dem richtigen Essen und der Medikamenten-Einnahme kann dazu beitragen, die Symptome zu lindern und die Schilddrüsenfunktion zu verbessern.

Bei der Einnahme der Schilddrüsenmedikamente darauf achten, dass sie zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden. Denn einige Lebensmittel, Kalzium- und Eisenpräparate und möglicherweise sogar Kaffee können deren Aufnahme verringern. 

Mikronährstoffe, die gut für die Schilddrüse sind, sind Jod, Selen, Vitamin D und Zink.

Neben der Ernährung bitte auch nicht die anderen wichtigen Faktoren außer acht lassen, darunter Stress und externe Umweltgifte.

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