Die beste Ernährung bei Hitzewallungen

Die Ernährung hat großen Einfluss auf Stärke und Auftreten der Hitzewallungen. Mit den richtigen Lebensmitteln lassen sich Hitzewallungen reduzieren.

 Ernährung bei Hitzewallungen

Die Ernährung ist einer der Aspekte der Einfluss auf Stärke und Auftreten der Hitzewallungen haben. Eine wichtige Erkenntnis aus unzähligen Erfahrungen und Gesprächen mit Frauen gleich vorab: Es sind so viele Faktoren im Spiel, die das individuelle Befinden, und auch die Stärke und Häufigkeit von Hitzewallungen beeinflussen. Stress, Gewicht, Aktivität, Gesundheitliche Probleme, Veranlagung und vieles mehr. Hinzu kommt, dass die Hormone, je nach Phase der Wechseljahre, im permanenten Wandel sind.

Was heute hilft, kann morgen wirkungslos sein. Daher gibt es auch nicht die EINE Lösung, die für alle Frauen passt. Jede Frau ist so unterschiedlich, jede erlebt die Begleiterscheinungen der Wechseljahren anders. So hilft der einen Salbei bei Hitzewallungen, die nächste schwört auf “einfach wegatmen”, andere auf Kokoswasser - die nächste auf Ashwagandha, Maca, Rotklee oder Traubensilberkerze. Probieren geht über studieren. Und hilfreich ist vor allem das Dokumentieren. Also aufschreiben, welche Lebensmittel Hitzewallungen vermehrt auslösen und was sie eher reduziert. 


Lebensmittel und Getränke die Hitzewallungen auslösen

Richten wir zuerst den Blick auf einzelne Lebensmittel und Getränke, die ein Auslöser oder Verstärker von Hitzewallungen sein können. Hitzewallungen sind eine biologische Reaktion des Körpers. Indem wir Auslöser meiden, verschwinden die Hitzewallungen natürlich nicht per se. Hitzewallungen werden dennoch auftreten.

Aber wir können ihre Stärke und Intensität abschwächen, und die Häufigkeit mit der sie auftreten verringern. Beispielsweise kann scharfes Essen ein solcher Auslöser sein: wer dafür sensibel ist, bei dem löst das Essen eines scharfen Chilies oder Curries aus, dass das Signal “hallo, mir ist zu heiß hier drinnen” an das Gehirn gesendet wird. Dieses aktiviert dann umgehend die körpereigene Klimaanlage bestehend aus verstärktem Blutfluss, Schwitzen & Co. Also die Hitzewallung.


Häufige Auslöser von Hitzewallung:

  • Die schon erwähnten scharf gewürzten Speisen
  • Spätes Essen kurz vor dem Schlafen gehen, kann bei einigen Frauen die nächtliche Hitzewallungen, den Nachtschweiß, verstärken. Ist das der fall, dann möglichst früh zu Abend essen.
  • Alkohol und Koffein können Hitzewallungen auslösen. Wenn kurz nach dem Glas Rotwein oder dem Espresso die Hitzewelle startet - dann ist es klar: das ist ein Auslöser.  
  • Oder wenn nach dem Rotwein am Abend die Schlafqualität leidet - sei es durch Nachtschweiß oder Gedankenkarusell und frühes Aufwachen - dann ist das ein klares Zeichen des Körpers für: Bitte weglassen, das tut mir nicht gut.
  • Zucker oder schnelle Kohlenhydrate. Der Grund? Die mit der Menopause steigende Sensitivität gegenüber Zucker. Essen wir stark Zuckerhaltiges, löst das einen schnellen Blutzuckeranstieg und eine schnell darauf folgenden Abfall aus. Dies stimuliert die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und Stress - wie wir wissen, ist wiederum ein Auslöser von Hitzewallungen. 
  • Während der Wechseljahre treten bei vielen Frauen auch vermehrt Lebensmittelunverträglichkeiten auf. Auch diese verursachen Stressreaktionen im Körper und können damit indirekt Hitzewallungen auslösen oder verstärken. Beobachte deinen Körper und schau, ob er auf bestimmte Lebensmittel reagiert, darunter Gluten oder Milchprodukte. Führe am besten für ein Weile ein Lebensmitteltagebuch. 
  • Zigaretten, die natürlich kein Lebensmittel sind, können auch ein Auslöser sein. 
  • Und letztlich begünstigt auch ein zu viel an Gewicht die Hitzewallungen. 

Nachdem du deine persönlichen Auslöser identifiziert hast, kannst du nun durch das Weglassen eben dieser Auslöser deine Hitzewallungen schon ein klein wenig beeinflussen. 


Die beste Lebensmittel bei Hitzewallungen

Es gibt aber darüber hinaus Lebensmittel deren Verzehr unseren Körper im Temperatur-Chaos aktiv unterstützt. Essen gegen Hitze. Großartig, oder? Und das schönste: Es ist zudem eine Ernährung, die super vielfältig und lecker ist. Schon der Name verspricht Urlaub: Es ist die Mediterrane Ernährung auch Mittelmeer-Küche genannt. Sie ist charakterisiert durch viel frisches Obst und Gemüse, Vollkorngetreide, mageres meist pflanzliches Protein, gesunde Fette und Kräuter, Zwiebeln und Knoblauch.

Mediterrane Ernährung: Das beste bei Hitzewallungen

Frauen, die sich nach den Prinzipien der Mittelmeer-Küche  ernähren haben nicht nur weniger Hitzewallungen. Sie haben auch ein viel geringeres Risiko für kognitive Beeinträchtigungen, Depressionen, Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Krebs. 

Phytoöstrogene

Das Interessante an der Mediterranen Ernährung ist, dass sie reich an Nahrungsmitteln ist, die Phytoöstrogene enthalten. Also pflanzliche Östrogene, die in unserem Körper wie milde Östrogene wirken. Man unterscheidet zwei Gruppen von Phytoöstrogenen:

  1. Isoflavone und Isoflavonoide wie Soja und andere Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Bohnen und
  2. Lignane wie Leinsamen, Vollkornprodukte, Sonnenblumenkerne.

Manche Lebensmittel enthalten beides - zum Beispiel Linsen und Brokkoli. 


Soja

Apropos Soja. Nicht jeder kann Soja gut verdauen. Man benötigt dazu ein bestimmtes Enzym, das nur ein Viertel der Europäerinnen hat. Natürliches Soja ist meist besser, Soja sollte nicht stark verarbeitet oder genetisch modifiziert sein. Probiere beispielsweise frische Sojabohnen, Edamame genannt, Misosuppe, oder fermentiertes Soja - das Tempeh. So ist Soja auch für Frauen verträglich, die sonst Probleme damit haben. 

Studien zu Soja zeigen, das anders als oft angenommen, moderate Menge an Soja - besonders die erwähnten natürlichen Sojaprodukte - das Krebsrisko nicht erhöhen. Streikt die Schilddrüse, kann Soja ein Thema sein: Bei Schilddrüsenunterfunktion kann es die Aufnahme der Medikamente beeinträchtigen. Unser XbyX Energie Protein Superfood Shake enthält kein Soja, damit möglichst alle Frauen von ihm profitieren können. 

Phytoöstrogene ersetzen nicht den Abfall des Östrogens im Verlauf der Wechseljahre, aber sie können die Schwankungen etwas abfedern und die Anpassung des Körpers an die neue Hormonsituation erleichtern. Studien legen nahe, dass Phytoöstrogene aus der realen Ernährung besser sind als Nahrungsergänzungsmittel.

Symptome der Wechseljahre?

Entdecke jetzt unsere innovativen pflanzlichen XbyX Produkte, speziell entwickelt für die Bedürfnisse von Frauen ab der Peri-Menopause - über die ganzen Wechseljahre hinweg.

Zum Shop

Vitamine, Mineralien und Omega 3 Fette

Neben den Phytoöstrogenen enthält die Mittelmeer-Küche aber noch mehr was uns in den Wechseljahren und bei Hitzewallungen gut tut. Darunter Vitamine und Mineralien wie B-Vitamine und Magnesium, Omega 3 Fette aus fettem Seefisch und gesunde pflanzliche Fett wie Olivenöl und Oliven.

In den Oliven steckt viel Vitamin E, das laut der amerikanischen Mayo-Klinik bei leichten Hitzewallungen helfen kann. Auch Nüsse, Samen und die aus ihnen gewonnenen Öle sind reich an Vitamin E und Magnesium. Auch für Magnesium deutet eine Studie auf eine positive Wirkung bei Hitzewallungen hin. Dazu natürliche Antioxidantien aus Zitrusfrüchten, Trauben und anderem Obst und einer bunten Vielfalt an Gemüse sowie zahlreichen Ballaststoffen.

Über die Ernährung drüber hinaus werden auch diverse pflanzliche Mittel bei Hitzewallungen eingesetzte.


3 Studien zum Einfluss der Ernährung auf die Milderung von Hitzewallungen: 

  1. Mehr Gemüse, Obst, Ballaststoffe und Soja – gepaart mit Gewichtsreduktion senkten in einer Studie Hitzewallungen um 19 Prozent.
  2. In einer anderen Studien berichten Veganer von weniger Hitzewallungen.
  3. Eine Studie mit menopausalen 483 Frauen kam zu dem Schluss, dass Omega-3 Fette aus Leinsamen die Häufigkeit von Hitzewallungen und die Schwere von Nachtschweiß verminderten.

XBYX CHECK

Weisst du in welcher Phase der Wechseljahre du bist? Finde es heraus und lass dir von uns deinen persönlichen Plan erstellen!

Plan erstellen
XBYX® CHECK

Referenzen

Clinical manifestations and diagnosis of menopausehttps://www.uptodate.com
The Wisdom of MenopauseDr Christiane Northrup

Andere spannende Themen

Östrogen-Dominanz in der Perimenopause
Östrogen-Dominanz in der Perimenopause

Erfahre was Östrogendominanz ist und warum die Ursache erster Menopause-Symptome meist in zu wenig Progesteron liegt.

5 Anzeichen, dass Du in der Perimenopause bist
5 Anzeichen, dass Du in der Perimenopause bist

Spürst Du Veränderungen in Deinem Körper, die Du nicht zuordnen kannst? Vielleicht hat das was mit der Peri-Menopause zu tun...

Hitzewallungen und Nachtschweiß
Hitzewallungen und Nachtschweiß

Der komplete XbyX Guide rund um das Schwitzen in den Wechseljahren: Wenn der Thermostat am Rad dreht.