Blähungen und die Menopause

Aufgeblähter Bauch, kurz Blähbauch, gepaart mit einem unangenehmen Völlegefühl. Der Bauch sieht aus als wäre man schwanger. Viele Frauen in den Wechseljahren kennen das. Blähungen sind häufig, sie sind unangenehm und oft ein bisschen peinlich.

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Woher kommen die verstärkten Blähungen in der Perimenopause und Menopause? Was ist ihre Ursache und noch viel wichtiger: Was kann man dagegen tun? Die Ursachen für Blähungen in den Wechseljahren sind vielfältig. Und ja, das permanente Auf und ab der Hormone ist definitiv nicht hilfreich.


Blähungen: Wie fühlt sich das an?

Für die meisten von uns ist es ein Spannungsgefühl oder Völlegefühl im Bauch. Es ist manchmal, aber nicht immer, schmerzhaft, aber fast immer ist es unangenehm. Einige haben nur gelegentlich oder bei bestimmten Nahrungsmitteln Blähungen. Bei anderen treten die Blähungen zu bestimmten Zeitpunkten der Periode auf. Und dann gibt es die Frauen die täglich mit Blähungen zu kämpfen haben. Wobei ihr Tag morgens meist mit einem flachen Bauch beginnt, der sich im Laufe des Tages immer weiter aufbläht. 


Was passiert bei Blähungen und warum ausgerechnet in den Wechseljahren?

Meist werden Blähungen in den Wechseljahren entweder von überschüssiger Luft oder überschüssigem Wasser verursacht. Manchmal von beidem gleichzeitig.

Diese zusätzliche Luft in unserem Magen und dem Magen-Darm-Trakt erzeugt das Schlucken oder die Gärung von Nahrung im Magen. Schuld daran sind eine ganze Reihe an Auslösern - einige davon hormonell bedingt - andere verursacht durch den Lebensstil.


Ursachen von Blähungen in der Menopause:

#1 Verdauung

Blähungen sind oft die Folge einer allgemein langsam werdenden Verdauung. Oft geht die Verstopfung einher. Läuft die Verdauung langsamer ab, verbleibt die Nahrung länger im Verdauungstrakt und kann dort gären bevor sie ausgeschieden wird. Und die Gärung erzeugt die “Winde”.


#2 Ernährung

In den Wechseljahren wird es schwerer das Gewicht zu halten und nicht zuzunehmen. Viele Frauen stellen jetzt auf eine gesunde Ernährung, reich an Obst und Gemüse, um. Wer zuvor nicht an Ballaststoffe gewöhnt war, der wird dadurch jetzt häufiger Blähungen haben. Das ist aber vorübergehend, bis sich der Körper an die Ballaststoffe gewöhnt hat. 


#3 Zu viel Luft

Zuckerfreier Kaugummi (Süßstoffe) kauen, kohlensäurehaltige Getränke und Rauchen können die Luft im Darm erhöhen. Eine weitere Ursache eines Blähbauchs.


#4 Essgewohnheiten & Stress

Zu schnell, zu viel oder zu hektisch essen - auch das kann Blähungen begünstigen. Lieber kleinere Mahlzeiten und diese langsam essen. So sammelt sich weniger Nahrung und damit weniger Potential für Blähungen im Verdauungstrakt. Hinzu kommen oft Stress oder emotionale Probleme, beides Auslöser vieler Beschwerden. Zu viel Stress hat auch auf die Verdauung einen schlechten Einfluss.


#5 Darmflora

Mit dem Alter, und damit mit den Wechseljahren, verändert sich oft die Darmflora. Und damit die Zusammensetzung der in ihr angesiedelten Bakterien. Eine unausgewogene Darmflora ist oft ein Grund für den Blähbauch. Ballaststoffe, Präbiotika und Probiotika sollten daher täglich auf dem Speiseplan stehen.


#6 Östrogen

Ein hoher Östrogenspiegel, der in Form von Östrogendominanz besonders in der Perimenopause häufig ist, kann Blähungen durch Wassereinlagerungen begünstigen.

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Was tun gegen Blähungen in der Menopause?

#1 Viel Trinken

Auch wenn es paradox klingt: Ist unser Körper dehydriert - d.h. er bekommt zu wenig Flüssigkeit - neigt er dazu, verstärkt Wasser einzulagern. Ausreichend trinken, ca. 2 Liter pro Tag, hilft der Verdauung, reduziert Blähungen, und ist darüber hinaus für viele andere Prozesse im Körper von Vorteil. Vermeide kohlensäurehaltige Getränke und greife lieber zu Wasser. Besonders zu empfehlen ist Pfefferminztee. Die ätherische Öle der Pfefferminze sind eine bewährte natürliche Verdauungshilfe. Am schmackhaftesten ist Tee aus frischer Minze. 


#2 Genug Bewegung 

Wenn wir aktiv bleiben und den Körper bewegen, bewegen wir automatisch auch unsere inneren Organe wie den Darm. Bewegt sich unsere Nahrung schneller durch den Darm-Trakt, reduzieren wir ebenfalls Blähungen. Sport hilft auch gegen Wassereinlagerungen und ist ein effektives Mittel gegen Stress.


#3 Richtig essen und kauen

Viel Kauen steigert die Produktion von Verdauungsenzymen im Magen. Jeden Bissen 20 mal zu kauen, führt dazu, dass wir langsamer essen und so schneller satt sind. 

Einige Lebensmittel, verstärken Blähungen, besonders wenn unser Körper nicht an sie gewöhnt ist. Darunter Bohnen, Hülsenfrüchte, Kreuzblütler-Gemüse wie Kohl und Brokkoli, Birnen, Paprika sowie fette oder frittierte Lebensmittel. Auch Fruktose (Fruchtzucker), Laktose oder Gluten können Blähungen auslösen. Allergien und Intoleranzen nehmen im Alter zu. 

Führe ein Ernährungstagebuch, um herauszufinden, was zu Blähungen führt. Eliminiere einzelne Lebensmittel, die im Verdacht stehen Blähungen bei dir zu begünstigen. Führe diese dann langsam einzeln wieder ein. Oft werden sie so besser vertragen. Unterstützung zudem deine Darmflora, durch Prä- und Probiotika.

Die in Joghurt, Kefir, Sauerkraut und Kimchi enthaltenen Bakterienkulturen fördern eine gesunden Darmflora. 


Andere Ursachen von Blähungen

Auch gesundheitliche Probleme können zu Blähungen führen. Treten Blähungen plötzlich und  schmerzhaft auf, gehen sie mit Gewichtsverlust, Durchfall oder Verstopfung ein - dann sprich unbedingt mit deinem Arzt. 

  • Hohe Konzentration von Bakterien im Dünndarm (SIBO) können eine Ursache für Verdauungsprobleme sein. Aufschluss gibt ein Atemtest.
  • Reizdarmsyndrom (Bauchschmerzen, Veränderungen im Stuhlgang)
  • Refluxkrankheit (Mageninhalt fließt rückwärts die Speiseröhre hinauf)
  • Zöliakie (Autoimmunerkrankung, das Gluten veranlasst den Körper den eigenen Dünndarm anzugreifen)

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