Ab wann startet die Perimenopause?

Die Perimenopause bezieht sich auf die 4-10 Jahre hormoneller Veränderungen, die der letzten Menstruation vorausgehen. Die meisten Frauen bemerken die Zeichen der Perimenopause um das 40. Lebensjahr herum

wann startet die Perimenopause

Hormone sind chemische Botenstoffe, die wie kleine SMS-Nachrichten, die von einer endokrinen Drüse durch das Blut an die Zielzellen gesendet werden. Die Hormone beeinflussen unser Verhalten, unsere Emotionen, das Gehirn, das Immunsystem und natürlich den Stoffwechsel.

Wenn die Hormone im Gleichgewicht sind, sehen und fühlen wir uns am besten. Aber wenn sie nicht in Balance sind, beeinflussen sie negativ unser Wohlbefinden. Wir können uns lethargisch, gereizt, weinerlich, mürrisch, unbeachtet, ängstlich und deprimiert fühlen.

Während der Wechseljahre passieren zahlreiche hormonellen Veränderungen im Körper. Ganz oft sind die Hormone nicht in der gewohnten Balance - bemerkbar macht sich dies durch diverse Symptome und den Beginn markiert die sogenannte Perimenopause.


Zwischen 35−50+: Die Perimenopause startet

Die Perimenopause bezieht sich auf die 4-10 Jahre hormoneller Veränderungen, die der letzten Menstruation vorausgehen. Die meisten Frauen bemerken die Zeichen der Perimenopause um das vierzigste Lebensjahr herum:

Während der Perimenopause beginnt die über Jahre zuverlässige, regelmäßige Produktion der Sexualhormone Progesteron und Östrogen in den Eierstöcken zu schwanken. Der und der Eisprung wird unregelmäßig. Infolgedessen wird die Periode unregelmäßig mal heftiger mal leichter oder einige Monate ausbleibend. Die Perimenopause kann sich wie eine umgekehrte Pubertät anfühlen.

Die Perimenopause unterscheidet sich Im Allgemeinen in zwei Phasen:


1. Frühe Perimenopause

Das Progesteron sinkt und das Östrogen schwankt stark. Das kann zu mehr PMS Beschwerden (prämenstruelles Syndrom), Depressionen und Schlafproblemen führen. Progesteron wirkt wie eine Art natürliches Valium, so dass sich viele Frauen zwischen 40 und 50 Jahren durch niedrige Progesteronwerte fühlen, als würden sie verrückt werden. Sie sind überfordert, haben eine stärkere prämenstruelle Phase, sie können nicht schlafen, alles nervt auf einmal oder erste Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche tauchen auf.

Die Senkung des Progesteronspiegels kann auch dazu führen, dass die Periode öfter kommt. Lagen bisher regelmäßig 28 Tage zwischen den Zyklen, kann die Menstruation jetzt einmal alle 23 oder alle 25 Tage kommen.

Die meisten Frauen erleben in diesem Stadium aufgrund des niedrigen Progesteron eine Östrogen-Dominanz. Das Hormon Östrogen gibt es in verschiedenen Formen, darunter Östradiol (E2), das das wichtigste Östrogen in den reproduktiven Jahren, Östriol (E3), das wichtigste Östrogen der Schwangerschaft ist, und Östron (E1), das wichtigste Östrogen der Wechseljahre.

Östrogen-Dominanz wird auch durch ungesunde Ernährung und Lebensstil begünstigt, zum Beispiel:

  • Zu wenige Ballaststoffe
  • Zu viel rotes Fleisch
  • Übergewicht oder Adipositas
  • Xenoöstrogene (externe, “falsche” Östrogene, die das Östrogen im Körper nachahmen und an den Östrogenrezeptor binden)

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2. Späte Perimenopause

Die Östrogenspiegel beginnen zu sinken, durchschnittlich im Alter zwischen 45 und 50 Jahren. Häufig geht diese Hormonelle Veränderung der späten Perimenopause mit anderen, neuen Symptomen einher - beispielsweise reduzierte Libido, trockene Scheide,Probleme mit Konzentration, Fokus und Erinnerungsvermögen und depressiven Stimmungen.

Viele Frauen reagieren empfindlich auf den Östrogen-Verlust. Sie benötigen es, um ihre Stimmung zu verbessern und Depressionen zu verhindern. Ursache ist die Serotonin-Wirkung im Gehirn, die Stimmung, Schlaf und Appetit beeinflusst. Niedrigere Östrogen-Werte haben einen großen Einfluss auf das Serotonin, was einige Frauen auch schon während Schwangerschaft und Geburt erleben.

In der späten Perimenopause können Frauen gleichzeitige all drei Hormon-Spiegel haben:

  • niedriges Progesteron
  • hoher Östrogenspiegel
  • niedriger Östrogenspiegel

Entsprechend chaotisch, vielfältig und “abwechslungsreich” sind auch die damit jeweils einhergehenden Symptome. Und damit auch, was jeweils als das beste Mittel gegen die Symptome wirkt.

Grundlegend wichtig für das Wohlbefinden und die Linderung der Symptome sind gesunde Ernährung und Lebensstil. Darunter Lebensmittel, die reich an Vitamin C sind (z.B. Papaya, Paprika, Zitrusfrüchte, dunkelgrünes Blattgemüse), um den Progesteronspiegel auf natürliche Weise zu erhöhen. Vorsicht mit Zucker, um der Gewichtszunahme entgegenzuwirken und Insulin in Balance zu halten. Maßnahmen gegen Stress und für einen besseren Schlaf und natürlich eine regelmäßiges Sport-Programm (z.B. HIIT Training).

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Referenzen

How can I Tell I am in Perimenopause?Cemor - Centre for Menstrual Cycle and Ovulation Research
Perimenopause: The Complex Endocrinology of the Menopausal TransitionEndocrine Reviews, Volume 19, Issue 4, 1 August 1998, Pages 397–428
Perimenopause: From Research to PracticeJ Womens Health (Larchmt). 2016 Apr 1; 25(4): 332–339
Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10: addressing the unfinished agenda of staging reproductive agingMenopause. 2012 Apr; 19(4): 387–395.

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