Weibliche Biologie 1x1

Begib Dich auf eine Reise durch den weiblichen Körper. So funktioniert er wirklich.

ES SIND DIE HORMONE!

Klar, oft. Aber nicht immer. Und was heißt das überhaupt?
Wir nehmen Dich mit auf einen Kurz-Trip in Deinen Körper. 

Willkommen zum kleinen Biologie 1x1 präsentiert von XbyX:

HORMONE: PAKETBOTEN DEINES KÖRPERS

Jedes Hormon hat einen Job. Stell Dir die Hormone als die DHL-, UPS- oder sonstige Paketboten vor. Sie transportieren Pakete mit Stoffen, die Körperfunktionen regulieren: Herzfrequenz, Appetit, Stimmung, Fortpflanzung, Schlafzyklen, Stress-Resistenz und mehr.

Was sie von Paketboten unterscheidet? Wir haben sie nicht bestellt. Zumindest nicht bewusst. Aber: Im Gegensatz zu den Paketboten im echten Leben erreichen sie trotzdem (fast immer) ihr Ziel und ihren Zweck.

Mit anderen Worten: sie liefern. Ob Du willst oder nicht. Man könnte auch sagen, dass Hormone einen Kontrollzwang haben. Sie wollen bestimmen, was in uns vorgeht und mit uns passiert. Und meistens gelingt ihnen das auch.

Hormone sind lebenswichtig. Im Körper gibt es circa 1.000 Hormone.

Die Wichtigsten werden von diesen Hormon-Drüsen produziert:

1. Hypothalamus: produziert Hormone, die unsere Körpertemperatur, den Appetit, unseren Durst, unser Gewicht, aber auch unsere Stimmung, unseren Sexualtrieb und den Schlaf regulieren. So auch das Hormon GnRH. GnRH - genau - versuch das mal auszusprechen:  Klingt so, als ob Du “genau rauh” sagen willst, nur mit einem Korken zwischen den Zähnen und Wattestäbchen in den Nasenlöchern. Die lange Version lautet: Gonadotropin-releasing Hormon. Na, da bleiben wir doch lieber bei GnRH. Aus diesem Hormon entstehen wiederum entscheidende Hormone für unsere Eierstöcke.

2. Hypophyse (Hirnanhangsdrüse): "Master Control Drüse”. Die Hypophyse produziert Hormone, die Dein Wachstum, aber auch Deinen Zyklus kontrollieren. So baut die Hypophyse aus GnRH (s.o.) das Follikelstimulierende Hormon FHS und das Luteinisierende Hormon LH auf. LH ist für den Eisprung verantwortlich und die Gelbkörperbildung. FHS lässt die Eizelle reifen. Auch Männer produzieren FSH und LH für deren Reifung von Geschlechtszellen.

3. Zirbeldrüse: produziert Melatonin, wichtig für die Schlafzyklen

4. Schilddrüse: produziert Hormone (wie TSH, T3, T4), die steuern, wie schnell Du Kalorien verbrennst und wie schnell Dein Herz schlägt. Und glaube uns, auch wenn eine Schilddrüsenüberfunktion dazu führen kann, endlich das Traumgewicht zu haben - es ist nicht witzig! 
Nebenschilddrüse: reguliert die Kalzium-Menge in Knochen und Blut

5. Thymus: aktiv bis zur Pubertät, entscheidend für Immunsystem, Schutz vor Viren und Infektionen

6. Nebennieren: produzieren Androgene und Cortisol, Adrenalin und DHEA; geben Deinem Körper Geruch und Schamhaare (und das vielleicht nicht immer so, wie Du es Dir wünscht - in beiden Fällen), helfen bei der Reaktion auf Stress, regulieren den Blutdruck und mehr

7. Bauchspeicheldrüse (Pankreas): produziert Insulin, Glukagon und andere Hormone, vor allem Kontrolle des Blutzuckerspiegels

8. Eierstöcke: produzieren Eizellen und Sexualhormone (Östrogen, Testosteron und Progesteron) – wichtig für Fortpflanzung, Organentwicklung, Brustentwicklung, Knochengesundheit, Schwangerschaft, Fruchtbarkeit 

Das männliche Gegenstück dazu: Die Hoden. Sie produzieren Sperma und schütten Testosteron aus

DIE SEXUALHORMONE DER FRAU

Vier Hormone haben in Sachen Sex und Fortpflanzung das Sagen.

ÖSTROGEN

Woher? Östrogen entsteht primär in den Eierstöcken, aber auch in den Nebennieren und im Fettgewebe.

Wo? Dein Körper hat über 400 Östrogenrezeptoren. Im Gehirn, den Muskeln, dem Darm, der Haut, der Gebärmutter, in den Eierstöcken, der Vagina, den Brüsten, den Augen, im Herz, der Lunge und in den Blutgefäßen. Darum spüren wir Effekte von Östrogen-Schwankungen so ziemlich überall.

Was? Östrogen fördert vor allem Wachstum: Z.B. den monatlichen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, das Wachstum im Brustgewebe, den Wassergehalt der Haut und der Durchblutung. Sinkendes Östrogen geht daher oft mit Symptomen wie vaginale Trockenheit und trockener Haut einher. Zu viel Östrogen – typisch in der frühen Peri-Menopause – führt dagegen zu Brustspannen, Kopfschmerzen, Krämpfen und starken Blutungen.

Progesteron

Woher? Progesteron wird von den Eierstöcken produziert, so die Frau noch einen Eisprung hat. In der Post-Menopause stellen die Nebennieren es in kleinen Mengen her.

Wo? Überall dort, wo Östrogen-Rezeptoren sind, findet sich auch Progesteron: unter anderem im Gehirn, in der Lunge, in der Haut, den Augen, den Brüsten und in den Knochen.

Was? Progesteron baut monatlich nach dem Eisprung die Gebärmutterschleimhaut auf, als Vorbereitung auf eine Schwangerschaft. Zudem verstärkt es die wachstumsfördernden Wirkungen von Östrogen. Wird die Eizelle nicht befruchtet, gibt Progesteron ein STOP- Signal, die Periode kommt. Produziert Östrogen Gebärmutterhalsschleim, der den Spermien ihren Weg erleichtert, so stoppt Progesteron diesen. Wirkt Östrogen eher anregend auf das Gehirn, wirkt Progesteron dagegen beruhigend.

Follikel Stimulierendes Hormon (FSH)

Woher? FSH wird im Gehirn, der Hypophyse, produziert.

Wo? Wirkt in den Eierstöcken.

Was? FSH regt das Wachsen der Follikel im Eierstock in der ersten Hälfte des Zyklus an. Daher auch die Bezeichnung "Follikel-Phase". Diese reifenden Eizellen produzieren Östrogen, was den Östrogenspiegel in der ersten Zyklus-Hälfte ansteigen lässt.

Luteinisierendes Hormon (LH)

Woher? LH wird im Gehirn, der Hypophyse, produziert.

Wo? Wirkt in den Eierstöcken.

Was? Durch die reifenden Follikel, dem damit verbundene Östrogen-Anstieg steigt auch das Luteinisierende Hormon. In der Zyklus-Mitte löst es den Eisprung aus und fördert die Entwicklung des Gelbkörpers, der eine reife Eizelle freigesetzt.

Im besten Fall ist diese Vier-Mächte-Konferenz gut ausbalanciert. Die Teilnehmer: Östrogen, Progesteron, follikelstimulierende Hormon FSH und das Luteinisierende Hormon LH.


Der Zyklus der Frau

Und monatlich grüßt – nicht das Murmeltier – sondern die Menstruation. Vier Wochen, die sich immer und immer wiederholen. Monatlich folgt unser Zyklus einem Muster. Nicht immer gleich, aber ähnlich.

Zumindest zwischen dem 13.ten und 52.ten Lebensjahr. Denn mit 13 bekommen die meisten Frauen im Schnitt zum ersten Mal ihrer Periode. Mit 52 die meisten im Schnitt zum letzten Mal.

40 Jahre, in denen wir Zeit hätten, einiges über den Zyklus zu lernen. Zu wissen, wie wir unseren Körper mit welchen Lebensmitteln wann unterstützen können. Wann welcher Sport am besten wäre und wann wir wichtige Entscheidungen lieber vertagen sollten. Das ist vielleicht nicht ganz so extrem wie den Haarschnitt nach den Mondphasen zu terminieren – aber nicht unähnlich.

Leider bleibt es bei den meisten von uns nur bei banalen Erkenntnissen. Wir wissen, dass ca. alle vier Wochen unsere Periode einsetzt, wir kurz davor manchmal unleidlich sind – im Fachjargon PMS (prämenstruelles Syndrom) genannt – und viele von uns dann einen Süßigkeiten-Hunger entwickeln. Aber was genau passiert, wissen die wenigsten von uns.

Dabei ist unser Zyklus eines der wichtigsten Vitalzeichen – neben Körpertemperatur, Blutdruck, Puls, Atmungsfrequenz.

XBYX® CHECK

Du bist nicht sicher, wo Du stehst und was Du am besten für Deine Gesundheit tun kannst? Lass Dir von uns Deinen persönlichen Plan erstellen:

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FAKT: Auch Frauen haben Testosteron – genau wie Männer auch „weibliche“ Hormone“ haben. Es unterscheiden sich jedoch deutlich die Mengen der jeweiligen Hormone.

Der weibliche Zyklus teilt sich in zwei Phasen.

In deren Mitte findet der Eisprung statt.

1. Follikel Phase (Tag 0-14)

Alles damit die Eizelle reift

Was machen die Hormone?

  • FSH steigt anfangs kurz an, sinkt dann etwas ab
  • LH ist dauerhaft niedrig
  • Östrogen steigt an
  • Progesteron ist dauerhaft niedrig

Warum?

  • FSH regt Follikel zum Wachsen an
  • Das führt zur Produktion von Östrogen
  • Östrogen verhindert in den ersten 10 Tagen Ausschüttung von LH aus der Hypophyse
  • Anstieg von Östrogen führt zur Reduktion von FHS

Was sind mögliche Effekte? Was spüren wir?

  • Happy und positiv: Östrogen erhöht Wohlbefinden
  • Energie & Aufmerksamkeit hoch
  • Blutzucker stabiler, weniger Appetit
  • Schmerzempfindlichkeit ist höher
  • Beim Sport kannst Du Dich mehr „pushen“
  • Reparaturfunktion der Muskeln besser (Sport Recovery!)
  • Blutdruck ist niedriger

2. Eisprung

Was machen die Hormone?

  • Massiver LH Anstieg
  • FSH steigt auch kurz an

Warum?

Löst Ovulation des reifsten Follikels aus

Was sind mögliche Effekte? Was spüren wir?

  • Ziehender Schmerz
  • Gefühl von Schwäche
  • Herzfrequenz erhöht
  • Gefühle von Emotionen und Empathie

3. Luteal (Gelbkörper) Phase (Tag 14-28)

Alles um den Follikel „Korpus“ auszuscheiden

Was machen die Hormone?

  • FSH steigt anfangs kurz an, sinkt dann etwas ab
  • Job erledigt: LH sinkt wieder ab
  • Östrogen steigt an, sinkt später leicht ab
  • Inhibin und Progesteron steigen an

Warum?

  • Überbleibsel der geplatzten Eizelle ist der Gelbkörper („Corpus Luteum“), der langsam schwindet
  • Er produziert 3 Hormone: Östrogen, Inhibin, Progesteron
  • Inhibin verhindert FSH Ausschüttung, damit jetzt keine neuen Follikel wachsen
  • Progesteron stimuliert das Wachstum der Gebärmutter – für den Fall der Befruchtung
  • Ohne Befruchtung startet die Periode
  • Und der Zyklus startet von vorn

Was sind mögliche Effekte? Was spüren wir?

  • Gebärmutter wird durch Progesteron gespannt – aber auch der Darm: begünstigt Völlegefühl und Verstopfungen
  • Fallendes Progesteron löst Menstruation aus, diese Aktivitätssteigerung kann auf den Darm gehen: Blähungen, Durchfall
  • Entzündliche Reaktionen des Körpers: PMS, Infektanfälliger, längere Erholungs-Zeiten (zum Beispiel nach Sport)
  • Bessere koginitive Funktionen
  • Blutdruck eher höher
  • Körpertemperatur höher
  • Stoffwechsel-Rate erhöht sich (Energie die Körper im Ruhezustand braucht): mehr Appetit und Heißhunger

FAKT: Was ist der Unterschied zwischen Follikel und Eizelle? Follikel, auch Eibläschen genannt, sind der Lagerplatz für die Eizelle. Eingebettet in Zellen und Bindegewebe schützen die Follikel so die Eizellen innerhalb der Eierstöcke. Beim Eisprung reift der Follikel zur Eizelle heran (von 2 auf 20mm).

Für PROFIS: Gonadotropin-releasing hormone (GnRH), die oben erwähnte Vorstufe von LH und FSH im Gehirn (Hypothalamus), haben wir hier zur Vereinfachung weggelassen. Wer tiefer eintauchen möchte: „Perimenopause: The Complex Endocrinology of the Menopausal Transition“.

Alles ist endlich: Auch Eizellen

So lange Eizellen da sind, haben Frauen einen Zyklus. Sind alle aufgebraucht, beginnt die Menopause.

  • Jedes Mädchen ist bei seiner Geburt im Besitz von ca. 1.000.000 Eizellen.
  • Schon bei der ersten Menstruation hat es nur noch 500.000 – verschwenderische Kindheit: zwischen Geburt und Pubertät reduzieren sich die Eizellen um die Hälfte!
  • Frühe Peri-Menopause: noch ca. 50.000 - 25.000 Eizellen
  • Späte Peri-Menopause: noch ca. 10.000 Eizellen
  • Post-Menopause: Eizellen = 0

FAKT: Dein Arzt kann einen Anti-Müller-Hormon Blut-Test durchführen. Der Wert ist ein Indikator für die noch vorhandenen Eizellen. Sagt aber nichts über deren Qualität oder den Zeitraum bis zur Menopause aus.


Also: Spot an für die Peri-Menopause:

Von einst einer Million Eizellen sind gerade noch circa 50.000 Eizellen da. Im Vergleich: Aus der Großstadt Köln wurde die mittelgroße Stadt Goslar – bildlich gesprochen. Der Exodus der Eizellen – klar, dass dieser Bevölkerungsschwund Auswirkungen hat. Wer braucht noch die ganze Infrastruktur einer Millionenstadt, wenn nur noch 50.000 da sind?

Und damit ist logisch, dass der zu Neige gehende Eizellen-Vorrat spürbare Auswirkungen auf das fein balancierte monatliche Gleichgewicht der Hormone hat. Durch die weniger werdenden monatlichen Follikel kommt es zu – mehr oder weniger stark spürbaren – ersten Symptomen.

Willkommen in der Peri-Menopause!



Vitalzeichen Zyklus: Hinweise auf Peri-Menopause

Die Menopause kommt nicht über Nacht. Oder – um im Köln/Goslar Bild zu bleiben – schwindende Einwohner verändern die Städte. Und damit auch die Infrastruktur. Wenn von einer Million Einwohner nur noch 50.000 übrig sind, verändern sich auch die Jobs und die Anzahl der Paketboten. Also die Hormone. Genau wie in der Pubertät ist das ein allmählicher Prozess. Über die Jahre ändert sich so langsam der ganze Hormon-Haushalt.

Wer die Periode genau dokumentiert – z.B. mittels Zyklus Apps – bemerkt das eher. Yep: Da ist sie wieder – die Periode als wichtiges Vitalzeichen!


FAKT: Wenn die Blutung bei Deiner Menstruation extrem stark ist, Du sie generell als viel vehementer empfindest als sonst, Du Dich antriebslos und gleichzeitig angespannt fühlst, kann das ein Zeichen dafür sein, dass Dein Zyklus sich verändert und Deine Periode in Zukunft nicht mehr regelmäßig sein wird.

Ändern sich hormonelle Muster, beginnt die sogenannte Peri-Menopause. Dieser Begriff ist vielen – auch im medizinischen Bereich – nicht geläufig. Peri kommt aus dem Griechischen. Und bedeutet „‚um – herum‘, ‚ringsum‘, ‚um‘, ‚gegen‘, ‚über – hinaus‘,“. Typischerweise beginnt die Peri-Menopause Anfang / Mitte vierzig und dauert vier bis sechs Jahre. Sie kann auch bereits in den späten Dreißigern beginnen und bis zu 15 Jahre dauern. Hier ein Überblick:

Mitte 30 / Anfang 40

Frühe Peri-Menopause

Periode kommt noch regelmäßig. Jedoch über die Zeit:

  • verkürzt sich das Zyklus-Intervall um 1-2 Tage
  • verkürzt sich die Zykluslänge

Mitte / Ende 40

Späte Peri-Menopause

Periode kommt unregelmäßiger, bleibt ab und an aus:

  • Schwerere oder leichtere Perioden, als normalerweise
  • Zyklus-Intervall verkürzt sich mehr

Anfang / Mitte 50

Durchschnitt: 52 Jahre Menopause

  • Finale Periode
  • Periode bleibt für 12 Monate in Folge aus
  • Aber Achtung: Schwangerschaft teils noch möglich

Restliches Leben

Post Menopause
Beginnt, nachdem 12 Monate in Folge keine Periode mehr auftrat

  • Keine Periode und kein Eisprung mehr
  • Schwangerschaft ist jetzt unmöglich
  • Verhütung mit Ziel Prävention sexueller Krankheiten weiterhin nötig!




Peri-Menopause: Feuerwerk der Hormone

Nach drei Wochen schon wieder die Periode? Und dann sechs Wochen lang nicht? Von einem Tag auf den anderen 2,5 Kilogramm zugenommen – am Salatbuffet? Erstmalig Pickel im Leben? Und dann diese Schlafstörungen und plötzlich – einmalig für drei Monate – ungehemmte Lust auf Sex, um kurz danach wieder in den Pyjama- und Kuschelmodus zu wechseln?

Was zur Hölle passiert mit mir?

Hallo Midlife!

  • Ab jetzt wirst Du verstärkt neue Reaktionen Deines Körpers spüren.
  • Einige lassen sich den Hormonschwankungen der Peri-Menopause zuschreiben – Stichwort vor allem: Östrogen-Dominanz
  • Einige den niedrigen Hormonlevel (Östrogen, Progesteron) der Post-Menopause
  • Andere sind schlicht altersbedingt – durch sich ändernde Prozesse, z.B. im Stoffwechsel


Das Ärgerliche: Das lässt sich nicht exakt trennen.

FAKT: “Es kann schwierig sein, die hormonell bedingten Symptome der Peri-Menopause von den generellen Veränderungen des Alters oder veränderten Lebensumständen zu unterscheiden —Kinder ziehen aus, Beziehungen verändern sich, die Karriere verändert sich, Eltern werden krank oder versterben. Im breiten Spektrum dieser Zeit der Peri-Menopause ist es unwahrscheinlich, dass Symptome allein auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen sind.” (aus dem Englischen)

Die Symptome variieren abhängig davon, welches Hormon gerade zu hoch oder zu niedrig ist und was sonst noch im Körper und vor allem im Leben vor sich geht. Hinzu kommt, dass es von Frau zu Frau ganz unterschiedlich ist. Gene, Lifestyle (vor allem Ernährung, Gewicht, Rauchen) oder anderes – genau weiß man es (noch) nicht.



Pubertät # 2 – Einmal neu justieren

Mit anderen Worten: Es beginnt eine Art zweite Pubertät.

Ach Du Schreck. Wieder eine Baustelle. Wie war das denn noch einmal?

Kurzer Rückblick auf die Pubertät #1
Pickel, Akne, großes Schlaf-Bedürfnis, man war launisch, roch auf einmal anders, dann die Periode – aber die ersten Jahre war sie oft super unregelmäßig (dafür hattest Du womöglich regelmäßige Panik-Attacken und Schwangerschaftstest). Verlieben, Entlieben, Unsicherheit in Bezug auf den eigenen Körper. Oh je. Erinnerst Du Dich?


Veränderungen? Eher erratisches Chaos...

Und nun wieder: Baustelle. Adieu monatliche Regelmäßigkeit.

Folgende Grafik zeigt das ganze Hormon-Chaos der Peri-Menopause:

Veränderungen in Hormon-Spiegel Mustern über 6 Monate // Changes in Hormone Level patterns over Six Months // Grafik basierend auf Daten von Dr. Nanette Santoro, adaptiert von Harvard Women’s Health Watch, 1999


Wundert doch niemanden wirklich, dass man das spürt, oder?

Aber: Spätestens jetzt weißt Du, dass Hormonänderungen und damit verbunden auch erste Symptome weit vor der Menopause auftreten. Und auch warum. Und das ist schon der erste Schritt zur Besserung.

Also: Glückwunsch: Damit bist Du schlauer als die meisten Frauen – und die meisten Ärzte. Dieses Wissen ist so wichtig für jede Frau – teile es bitte mit Deinen Freundinnen!

Hormonelles Durcheinander

Die Symptome der Wechseljahre

Frühe Peri-Menopause

Was die Hormone machen:

  • Unregelmäßiger Östrogenspiegel (höhere Ausschläge)
  • Niedrigerer Progesteron-Spiegel
  • In Folge: Östrogen-Dominanz (zu viel Östrogen)
  • FSH variiert und LH steigt langsam an

Besonders häufige Symptome:

  • Unregelmäßige Periode, stärkere Menstruation, kürzerer Zyklus
  • Stärkere PMS Symptome: Brüste empfindlicher, Krämpfe, Kopfschmerzen, wackliges Nervenkostüm
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit, energielos
  • Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen
  • Nachtschweiß
  • Unerklärbare Gewichtszunahme

Späte Peri-Menopause / Menopause

Was die Hormone machen:

  • Östrogenspiegel sinkt zunehmend, teils noch unregelmäßig und hoch.
  • Progesteron nimmt weiter ab, da Eisprung immer öfter ausbleibt
  • FSH und LH steigen an

Neue Symptome können hinzukommen:

  • Hitzewallungen
  • „Brain Fog“: Gedächtnis, Fokus, Konzentration spielen verrückt
  • Vaginale Trockenheit
  • Schmerzen beim Sex
  • Depressionen, Ängste
  • Trockene / dünnere Haut

Post-Menopause

Was die Hormone machen:

  • Östrogenspiegel ist dauerhaft niedrig
  • Progesteron ist dauerhaft niedrig
  • FSH und LH dauerhaft erhöht
  • Nur noch leichte Hormon-Schwankungen

Besonders häufige Symptome:

  • Niedriges Östrogen erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Knochenschwund (Osteopenie, Osteoporose), Demenz und andere altersbedingte Krankheiten
  • Symptome wie Hitzewallungen können andauern, abnehmen oder verschwinden

Neue Symptome können hinzukommen:

  • bzw. sich verstärken wie z.B. vaginale Trockenheit oder vaginale Infektionen (Veränderung des vaginalen pH-Wertes und Mikrobioms)

Zugegeben: Wir haben hier eine Menge zusammengetragen. Das hat einen Grund. Je mehr Du weißt, desto mehr weißt Du auch, was Du tun kannst. Und es gibt ganz viel, was du jeweils tun kannst!

Schwankungen sind immer schwierig. Egal bei was. Auch bei Hormonen. Und nichts hasst der Mensch so sehr wie Veränderungen. Andererseits bieten sie auch immer eine Chance.

Und nicht alle leiden gleich. Symptome variieren in Auftreten, Stärke, Zeitpunkt und Dauer. 70-80% der Frauen leiden mehr oder weniger stark unter: Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, vaginaler Trockenheit. 

Grobe Schätzungen besagen:

1/3 der Frauen spürt keinerlei Symptome, 1/3 der Frauen hat mittlere Symptome, 1/3 hat starke Symptome 


Aber auch, wer keine Symptome spürt, sollte wissen, was in seinem Körper los ist. Sonst fühlt man sich wie in seinem Lieblingskaufhaus, in dem gerade umgebaut wird und man nichts, aber auch gar nichts an seinem Platz findet.


Zu wenig Östrogen? Zu viel Östrogen!

Und jetzt greifen wir mal tief in die Gerüchte-Kiste: “Du bist über vierzig? Dir geht’s nicht gut? Ja, ja –einfach zu wenig Östrogen!!”

Absoluter Quatsch. Humbug. Irrglaube. Nonsens. Schmarren. Blödsinn. Quark – ok, uns gehen die Synonyme aus. Jedenfalls: Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Ursache aller Symptome im zu geringen Östrogen liegt.

Ganz im Gegenteil: In der Peri-Menopause herrscht häufig kein Mangel an Östrogen. Oft ist das Östrogen im Verhältnis zum Progesteron zu hoch. Das nennt sich Östrogen-Dominanz.

Studien zeigen, dass viele perimenopausale Frauen einen sehr hohen Östrogenspiegel haben. Teils sogar höher als der durchschnittliche mittlere Östrogenspiegel (Höhepunkt im Zyklus) bei 20- bis 35-Jährigen.

Die Erklärung: Die Eisprünge werden weniger. Das Hormon Inhibin, das normalerweise in der 2. Zyklushälfte die FSH Ausschüttung verhindert, macht seinen Job nicht mehr richtig. Dadurch wird weniger Progesteron produziert.

Die Folge: Obwohl in der zweiten Zyklushälfte keine Eizellen heranreifen sollten, werden sie trotzdem zum Wachsen stimuliert. Chaos in den Eierstöcken. Follikel in unterschiedlichen Reifestadien. Der Rhythmus aus FHS und Östrogen ist aus dem Gleichgewicht. Der Östrogen-Spiegel steigt, bzw. unterliegt unberechenbaren Schwankungen. In den Tropen würde man diese Zeit Hurrikan-Saison nennen.

Kein Wunder also, dass Dr. Jerilynn Prior, Endokrinologin aus Kanada, einem ihrer Bücher über die Peri-Menopause den sehr treffenden Titel „Estrogen's Storm Season“ – zu deutsch ungefähr „ Stürmische Östrogen Jahreszeit“ gegeben hat.

Dieses Hormon-Chaos ist übrigens ein Grund, warum Hormon-Tests besonders in der Peri-Menopause immer nur eine Momentaufnahme sind. Die Schwankungen führen dazu, dass sie nur begrenzt aussagekräftig sein können.

Der beste Indikator, der Dir zeigt, dass Dein Östrogen zu hoch und das Progesteron zu niedrig ist: Dein Körper.


Anzeichen Östrogen Dominanz

  • Unregelmäßige oder anderweitig anormale Periode: starke Blutungen, Abstände kürzer als 3 Wochen, kleinere Blutungen / Ausfluss alle 2 Wochen
  • Wassereinlagerungen, aufgeblähtes / geschwollenes Gefühl
  • Brustschwellungen und Empfindlichkeit der Brüste
  • Fibrozystische Brüste
  • Stärkere PMS Beschwerden
  • Kopfschmerzen oder Migräne (insbesondere prämenstruell)
  • Stimmungsschwankungen (meist Reizbarkeit, Depression)
  • Gewichts- und/oder Fettzunahme besonders an Bauch und Hüften
  • Kalte Hände und Füße (Symptom Schilddrüsenfehlfunktion)
  • Schilddrüsenfehlfunktion
  • Trägheit des Stoffwechsels
  • Ermüdung, Energielosigkeit
  • Schlafstörungen, Schlaflosigkeit

In der späten Peri-Menopause und der Menopause verändert sich das: Östrogen (Estradiol) sinkt meist erst circa 2 Jahre vor Eintritt der Menopause deutlich ab.

In der Post-Menopause ist dann dagegen alles klar:

Ungefähr 2 Jahre nach der letzten Menstruationsblutung stabilisieren sich die Hormonwerte. Oder anders gesagt: Die Hurrikan-Saison ist vorbei. Es herrscht mildes, gleichmäßiges Klima.

Östrogen sowie auch Progesteron sind auf dauerhaft niedrigem Niveau. FSH und LH sind konsequenterweise dauerhaft erhöht. Das neu eingespielte Hormon-Level ist nun ohne nennenswerte Schwankungen. Alles in Butter – könnte man meinen. Aber ganz so ist es dann auch nicht.

Symptome ändern sich. Oft sind die Ursachen nun dem Östrogenmangel geschuldet. Für die Peri-Menopause typische Symptome verschwinden.


Hormonelles Dreieck: Schilddrüse, Cortisol, Östrogen

Ab 40 solltest Du Deinen Stress in den Griff bekommen. Oh! Was für ein Satz. Was für eine Binsenweisheit. Klingt wie aus einer Frauenzeitschrift. Es sind diese Sätze, die einen doch erst unter Stress setzen.

Also formulieren wir es mal anders: Es kann doch nicht sein, dass Du ca. vier Jahrzehnte pralles Leben hinter Dir hast und eine unbezahlte Rechnung Dich aus dem Gleichgewicht bringt. Oder ein nerviger Nachbar. Oder ein anstrengender Partner, anspruchsvolle Kinder, oder – was auch immer. Vier Jahrzehnte. Du hast bis hierhin gelebt und wirst es aller Voraussicht nach auch noch eine ganze Weile tun. Also Schluss mit der Aufregung. Schluss mit den falschen Verpflichtungen. Schluss mit den ganzen auferlegten “to do”-Listen.

Nicht nur wegen der ganzen hormonellen Umstellungen. Sondern für Dich, Deinen Körper, Deine Seele und alle Deine Lieben.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Wo doch eh gerade die Paketboten (Hormone) durch Deine Zellen streifen und ein Durcheinander anstiften. Von Kopf bis Fuß.

Du hast die Möglichkeit, den Fokus neu auszurichten. Dich auf Dich selbst zu konzentrieren.

Fangen wir mit einem „Zoom“ auf eine Konstellation an, die während der Wechseljahre eine besonders wichtige Rolle einnimmt: Das hormonelle Dreieck aus Schilddrüse, Nebenniere und Eierstöcken.


Stress und Wechseljahre

Neben Östrogen spielen während der Menopause die Schilddrüsen- und die Stress-Hormone eine besondere Rolle. Und ihre Interaktionen untereinander. Starten wir mit den Stress-Hormonen:

  • Adrenalin: „Kämpfe oder Fliehe“ Hormon: Bei Gefahr erhöht es Herzschlag, Blutfluss, Schmerzgrenze, schärft die Sinne
  • Cortisol: Ausgeschüttet bei Stress, aktiviert Cortisol Stoffwechsel und Energiereserven, erhöht z.B. Blutzucker, Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung und Muskelspannung, blockiert gleichzeitig Immunabwehr und nicht lebenswichtige Funktionen wie Verdauung und Fortpflanzung.
  • DHEA: Androgen – produziert in Nebenniere und Eierstöcken, und der Gegenspieler (Antagonist) zu Cortisol, verbessert vor allem die Immunabwehr, erhöht die Stresstoleranz

Stress ist Gift – besonders in den mittleren Lebensjahren:

Kommt für eine eh schon chronisch gestresste Frau in der Lebensmitte jetzt noch die Peri-Menopause als zusätzlicher Stressfaktor hinzu, geht das an die Grenzen.

Langanhaltender, exzessiver Stress geht einher mit Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Infektanfälligkeit. Adrenalin und Cortisol, werden überbeansprucht. Dem DHEA als Gegenspieler geht ebenfalls die Puste aus.

Es macht sich Erschöpfung breit: tiefe – chronische – Müdigkeit, Depression, kein Interesse am Leben. Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, gesenkte Libido, Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, Verdauungs- oder Schlafstörungen, vorzeitiges Altern und Gewichtszunahme.

Stress-Reduktion wirkt gegen all diese Symptome ursächlich. Stress in den Griff zu bekommen, ist daher in der mental und körperlich ohnehin stressigen Phase der Wechseljahre immens wichtig.

FAKT: „Cortisol (Stresshormon) erhöht sich in den späten Phasen der Menopause. Frauen mit erhöhtem Cortisol-Spiegel haben schwerwiegendere Hitzewallungen als Frauen ohne Cortisol Anstieg." (aus dem Englischen)


Schilddrüse: Checken beim Check-Up

Jede vierte Frau hat während der Wechseljahre, vor allem in der Peri-Menopause, Probleme mit der Schilddrüse. Meist eine Schilddrüsenunterfunktion (häufig Hashimoto als Ursache).

Symptome Schilddrüsenunterfunktion, die denen der Wechseljahre ähneln:

  • Müdigkeit, Energielosigkeit
  • trockene Haut
  • Gewichtszunahme
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • Schmerzen, Steifheit oder Schwellungen in den Gelenken
  • schwerer als normale oder unregelmäßige Menstruationsperioden
  • dünner werdende Haare
  • verlangsamte Herzfrequenz
  • Depressionen
  • Gedächtnisstörungen

Hast Du Symptome, dann lass Deinen Arzt beim Check-Up die Schilddrüsenwerte prüfen!

Schilddrüsen Hormon-Test

  • TSH - Thyroid Stimulating Hormon (Thyroid = Englisch für Schilddrüse)
  • Freies T3 (Reguliert die Schilddrüsenaktivität)
  • Reverse T3
  • Freies T4 (Speicherform des Schilddrüsenhormons)
  • Schilddrüsen Antikörper: TAK, TPO, TRAK

Test (Serum-Blut) und Auswertung übernimmt Dein Arzt.

Sind Deine Schilddrüsenwerte in Ordnung, kann die Schilddrüse als Ursache ausgeschlossen werden. Östrogen-Dominanz als Ursache ist wahrscheinlicher. Ein erster Schritt auf dem Weg zur richtigen Behandlung ist gemacht.

Übrigens steht Schilddrüsenunterfunktion im Verdacht, Osteoporose zu begünstigen. Achte auf Osteoporose Prävention (DXA Scan, Sport, Ernährung)!


Ach Mensch: Alt werden ist doch Mist.

Wirklich? Sicher, älter werden kommt mit dem ein oder anderen Nachteil. Aber Du hattest bis jetzt auch Zeit, viele Erfahrungen zu sammeln. Kennst Dich besser als je zuvor. Kannst leichter Prioritäten setzen, eine Auswahl treffen. Hoffentlich auch über Dich selbst lachen. Setze Dein Wissen und Deine Erfahrungen ein. Achte auf Änderungen, setze an den Ursachen an, bekämpfe nicht nur oberflächlich die Symptome.

Starte IMMER mit Lifestyle-Änderungen.

  • Fang bei den einfachsten Dingen an. Zum Beispiel beim Schlaf. Wann schläfst Du, wieviel schläfst Du, was kannst Du tun, um besser und mehr zu schlafen?
  • Gehe dann die Dinge an, die Dich mental stressen. Was kannst Du dagegen tun? Was würdest Du einer Freundin in derselben Situation raten? Wie kommst Du am besten runter?
  • Und überlege dann, wie Du mit einfachen Schritten Deine Ernährung veränderst. Schnibble Gemüse und Obst im voraus, kauf anders ein, esse nicht im Stehen. Alles langsam und Schritt für Schritt - ohne radikale Umstellungen, die viele sowieso nicht durchhalten. Es sei denn, Du bist dieser Typ ;-)
  • 70 Prozent dessen, was Du tun kannst, hast Du damit schon getan. Obendrauf kommt der Sport. Bewege Dich soviel wie möglich. Such Dir etwas, das Dir Spaß macht und/oder das Du einfach umsetzen kannst. Versuch was Neues.

Was genau Du gegen einzelne Symptome tun kannst – Lifestyle Änderungen, Alternative Therapien oder Medizinische Optionen – zeigen Dir die unsere ganzheitlichen XbyX Guides.

Und letztlich: Notiere Dir, was hilft. Tracking Deine Periode, Deine Symptome (Häufigkeit, Dauer) und dessen was Dir hilft. Ein guter Startpunkt, um zu schauen wo du stehst ist der XbyX Check.



Healthy Aging: Vorbeugen ist das A und O

Hast Du schon einmal eine Wohnung gestrichen? Ist Dir dabei aufgefallen, dass das ganze saubere Abkleben der Steckdosen, Wischleisten und Lichtschalter und das Abdecken der Böden meist mehr Zeit verbraucht, als das Streichen selbst? Dann den Pinsel in die Hand zu nehmen ist eigentlich schon die Kür. Und nicht anderes ist Healthy Aging. Abkleben können wir bei uns leider nicht, aber Vorsorgen. Und wer schon Symptome hat, muss jetzt echt Gas geben.

Prävention ist vor allem vor diesen drei typischen Frauen-Krankheiten angesagt:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt)
  • Alzheimer (die häufigste Form der Demenz)
  • Knochenschwund (Osteoporose) und Muskelschwund (Sarkopenie)


Übrigens: We are Special! Nur wir und Wale überleben die Menopause.

Wohooooo! Wir sind (fast) einzigartig! Die meisten Tiere sterben rasch, sobald sie keinen Nachwuchs mehr produzieren können. Außer uns Menschen erleben unter den Säugetieren nur noch diese Wale die Wechseljahre: Orcas, Belugas, Kurzflossen-Grindwale, Narwale. Zumindest so der aktuelle Stand der Wissenschaft.


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Der kurze Ausflug gefiel Dir? Du erinnerst Dich, wie viel Spaß damals BIO gemacht hat? Top. Diese Videos führen tiefer ins Thema Hormone (in Englisch): Intro to the endocrine system, Khan Academy und Female Reproductive System

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EVIDENZBASIERT: UNSERE QUELLEN

Unsere Informationen basieren auf Studien und Wissenschaft. Und falls Du selbst mal genauer nachschauen willst, sind hier unsere relevantesten Quellen.

Clinical manifestations and diagnosis of menopauseUpToDate
The Endocrine SystemHormone Health Network
Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10: addressing the unfinished agenda of staging reproductive agingMenopause. Author manuscript; available in PMC 2013 Apr 1.
Endocrine features of menstrual cycles in middle and late reproductive age and the menopausal transition classified according to the Staging of Reproductive Aging Workshop (STRAW) staging system.J Clin Endocrinol Metab. 2007 Aug;92(8):3060-7. Epub 2007 Jun 5.
A new model of reproductive aging: the decline in ovarian non-growing follicle number from birth to menopauseHuman Reproduction, Volume 23, Issue 3, March 2008, Pages 699–708
Accelerated disappearance of ovarian follicles in mid-life: implications for forecasting menopause.Hum Reprod. 1992 Nov;7(10):1342-6.
Perimenopause: The Complex Endocrinology of the Menopausal TransitionEndocrine Reviews, Volume 19, Issue 4, 1 August 1998, Pages 397–428
A prospective population-based study of menopausal symptoms.Obstet Gynecol. 2000 Sep;96(3):351-8.
Management of Menopause-Related SymptomsNIH State-of-the-Science Conference March 21-23, 2005
Progesterone for Symptomatic Perimenopause Treatment – Progesterone politics, physiology and potential for perimenopauseFacts Views Vis Obgyn. 2011; 3(2): 109–120.
The endocrinology of the menopausal transition: a cross-sectional study of a population-based sample.J Clin Endocrinol Metab. 1995 Dec;80(12):3537-45.
Change in follicle-stimulating hormone and estradiol across the menopausal transition: effect of age at the final menstrual period.J Clin Endocrinol Metab. 2011 Mar;96(3):746-54. doi: 10.1210/jc.2010-1746. Epub 2010 Dec 15.
Perimenopause: From Research to PracticeJ Womens Health (Larchmt). 2016 Apr 1; 25(4): 332–339.
Relationship of Day-to-day Reproductive Hormone Levels to Sleep in Midlife WomenArch Intern Med. 2005;165(20):2370-2376. doi:10.1001/archinte.165.20.2370
The Seattle Midlife Women’s Health Study: a longitudinal prospective study of women during the menopausal transition and early postmenopauseWomen's Midlife Health volume 2, Article number: 6 (2016)
MenopauseNature Reviews Disease Primers volume 1, Article number: 15004 (2015)
Depressed mood during the menopausal transition: is it reproductive aging or is it life?Women's Midlife Health volume 3, Article number: 11 (2017)
Daily salivary cortisol patterns in midlife women with hot flashes.Clin Endocrinol (Oxf). 2016 May;84(5):672-9. doi: 10.1111/cen.12995. Epub 2016 Jan 26.
Menopause Matters: The Implications of Menopause Research for Studies of Midlife HealthHealth Sociology Review 22(4):3292-3318 · October 2013
Data Registry on Experiences of Aging, Menopause, and Sexuality (DREAMS): A cohort profileMaturitas 107 · October 2017 
Menstruation: The sixth vital signContemporary Pediatrics, Jan 2016
Perimenopause: The Ovary’s Frustrating Grand FinaleCemcor - Centre for Menstrual Cycle and Ovulation Research
Role of Estrogen in Thyroid Function and Growth RegulationJ Thyroid Res. 2011; 2011: 875125
Methods in a longitudinal cohort study of late reproductive age women: the Penn Ovarian Aging Study (POAS)Women's Midlife Health (2016) 2:1 DOI 10.1186/s40695-016-0014-2
The Study of Women’s Health Across the Nation (SWAN)Swan Study
A Practitioner ’ s Toolkit for Managing the MenopauseClimacteric, Volume 17, 2014 - Issue 5
How can I Tell I am in Perimenopause?CeMCOR - The Centre for Menstrual Cycle and Ovulation Research

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